00:00:05: Fragen des Menschseins.
00:00:06: Veronica Bonelli im Gespräch mit dem Psychotherapeutin Dr.
00:00:10: Christoph Kolbe.
00:00:15: Hallo, lieber Christoph!
00:00:16: Grüß dich, Veronica.
00:00:18: Wir sprechen heute über Wahrnehmung und Christoph ich habe es eilig Ich sage es dir gleich – ich muss zum Fußballspiel.
00:00:28: Es ist heute der Zweiundzwanzigste Juni, wenn wir aufnehmen.
00:00:31: Das heißt, wenn ihr uns zuhört, ist alles schon vorbei.
00:00:35: aber Heute spielt Österreich gegen Argentinien.
00:00:40: Man kann eine Idee davon haben wie es ausgeht Wir wissen es nicht.
00:00:44: Und hier in Österreich ist irgendwie das totale Fußballfieber ausgebrochen, weil wir Österreicher halt noch nicht so oft dabei waren bei einer WM und jetzt sind alle ganz gehypt!
00:00:56: Da lasse ich mich schon anstecken und werde mir nachher das Fußballspiel anschauen.
00:01:01: Bist du ein Fußballfan?
00:01:04: Na, Fußballfan ist glaube ich zu viel gesagt.
00:01:06: Das würde auf meine Frau zutreffen aber auf mich weniger.
00:01:10: Aber sagen wir mal, ich lasse mich dann auch gerne anstecken wenn so die Stimmung einen mitreißt da drin und dann finde ich das auch was sehr Spannendes!
00:01:22: Ja, manchmal kommt man dann nicht mehr aus und wenn das ganze Land irgendwie im Fieber ist wie es tatsächlich hier bei uns gerade ist.
00:01:28: Dann ist es ja schon irgendwie auch ganz lustig Und auch wenn ich nicht Fußball schauen würde Ich würd's trotzdem mitkriegen weil von der Gasse her hört man die Leute schreien.
00:01:38: Das ist sich in einem Viertel wo man gut reinhört und dann gibt's einen Lokal.
00:01:43: Also genau also das hab' ich heute noch vor.
00:01:47: Insofern dürfen wir nicht trödeln.
00:01:50: Aber ich finde Das Thema führt uns ja schon ein bisschen rein in das, was wir heute besprechen wollen.
00:01:56: Also Wahrnehmung!
00:01:58: Weil zum Beispiel wenn ich unbedingt noch einen Tor schießen muss weil man noch Punkte braucht dann ist es eine Nachspielzeit von drei Minuten furchtbar kurz weil man muss es irgendwie schaffen mit diesen drei Minuten noch schnell ein Tor umgekehrt, wenn ich meinen Torstand halten will oder und nur noch schauen muss dass es endlich vorbei ist könnten drei Minuten eine Ewigkeit sein bis der Schiedsrichter abpfeift.
00:02:27: Und das sind wir schon mittendrin in dem.
00:02:29: Wir erleben alle das gleiche nämlich drei Minuten.
00:02:32: aber wir können total unterschiedlich wahrnehmen.
00:02:36: Ja ja und ... hat ja halt damit zu tun, was wir in diese Situation hineintragen.
00:02:45: Also das bedeutet dass die Wahrnehmung massiv davon unter anderem geprägt ist... ...was für Haltungen, für Selbstverständnisse,... ...für Wünsche, für Hoffnungen, Für Sehnsüchte und so weiter... ...in uns tragen.
00:03:02: Und es macht aus einer Situation, was jeweils ganz verschieden ist.
00:03:08: Samstag hat ja Deutschland gespielt und da ist er tatsächlich in der Nachspielzeit gerade kurz vor Ende noch das Erlösende zwei zu eins für Deutschland gefallen.
00:03:19: Und es war genau das, was du gesagt hast, wo alle fieberten und dachten wird's noch gelingen?
00:03:26: Wirds noch gelingend!
00:03:27: Und auf einmal ein erlösender Jubel.
00:03:30: ich war im Berlin also da war das ähnlich wie du beschreibst also die ganze Stadt hat man gehört
00:03:36: Ja, also oder eben auch die eine Mannschaft ist am Ende wenn sie verlieren und die anderen im Himmel.
00:03:44: Also das sind auch einfach wir sind in derselben Situation aber ganz was anderes für den einen oder für den Andern.
00:03:52: Was gibt es denn dann noch für Beispiel?
00:03:55: Bevor wir uns ein bisschen so reinkraben in das Thema.
00:04:01: Du hast es vorgeschlagen, dann habe ich sie begonnen zu schauen und gemerkt da gibt's viel womit man sich beschäftigen kann.
00:04:08: Erster Eindruck ist mir zum Beispiel noch eingefallen wie ich eine Person wahrnehme.
00:04:13: Ich sehe jemanden auf der Straße und zack, hat man schon oder man kommt ja gar nicht aus.
00:04:18: Man hat irgendeine Idee eine Wahrnehmung zu seinen Menschen.
00:04:21: Es ist auch viel erforscht worden inzwischen was so in diesen ersten Sekundenbruchteilen geschieht, auch zum Beispiel wie sich Sympathie oder Antipathie, jedenfalls hingezogen sein oder ein bisschen in Distanz gehen abspielt.
00:04:39: Im Sekundenbruchteil entscheidet sich da ganz viel zu entscheiden zwischen Menschen.
00:04:45: das ist auch hochspannend.
00:04:46: ja es gibt natürlich auch das andere dass wir Menschen kennenlernen.
00:04:50: wo wird tatsächlich auf den ersten Augenblick oder Moment hin sagen würden, ist mir nicht so sympathisch.
00:04:56: Oder ich bleibe skeptisch und etwas in der Distanz.
00:05:01: wenn ich diesen Menschen zum Beispiel kennenlerne aber das geschieht übrigens auch mit Mit Natur, mit Situationen denen wir begegnen dann können wir auf einmal feststellen Der ist ja ganz nett Oder das ist ja hier gar nicht so ein unheimlicher Ort, der ist richtig spannend und so weiter.
00:05:20: Und dann verändert sich unsere Wahrnehmung weil wir anders in Kontakt kommen uns auf anderen Ebenen kennenlernen.
00:05:28: Dadurch entsteht diese große Frage was ist es denn nun?
00:05:32: Ist es das eine oder ist es das andere?
00:05:35: Es ist alles von dem Denn das ist alles was wir da wahrnehmen für uns und erleben für uns.
00:05:41: Das ist schon
00:05:42: wahr.
00:05:43: Aber was ist es denn jetzt?
00:05:46: Also das ist ja die große Frage, auf was verlasse ich mich in der Wahrnehmung wenn ich mich auf meine Wahrnehnung verlasse.
00:05:51: Ja
00:05:52: auch interessant weil er das Wort wahr also war halt drin steckt.
00:05:58: aber dass ist ja total drückerisch weil wir erleben das gleiche du nehmst es anders wahr als Ich und wer hat jetzt die
00:06:06: Wahrheit?
00:06:07: Auch sowas.
00:06:08: Das Objektive, das Subjektive also es hat viel zu tun jedenfalls dass was wir gerade beraten mit dem persönlichen Zugang den der Einzelne zu dieser Situation oder auch zu einem Menschen entsprechend hat.
00:06:22: Das kann man schon so sagen, mir würde noch ein anderes Konfliktfeld bei der Wahrnehmung einfallen und man unterhält sich über etwas erzählt über etwas das haben dazu haben beide schon Erfahrungen gemacht vielleicht eine Reise vielleicht einen Ort wo beide schon einmal waren den sie aber völlig verschieden erlebt haben.
00:06:45: Und dann erzählen sie darüber und man weiß eigentlich gar nicht so richtig, ob sich der eine auf den anderen bezieht oder weil er bei seiner Wahrnehmung noch dessen ist was er erlebt hat da drin.
00:06:58: Also bei dem Erlebten zu dem Geschehen ist dann das was man sagt gegründet auf dem was man dazu erlebt hat und das gegenüber meinte aber etwas ganz anderes.
00:07:10: und dann sind es so Ebenen wo man sich verpasst und denkt, ich hätte dir so gerne davon erzählt wie ich das erlebt habe oder wie das für mich war.
00:07:19: Und der andere geht gar nicht so richtig darauf ein weil er so gefangen ist oder besetzt ist in seinem Wahrnehmungsmodus und Erlebensmodus da drin.
00:07:30: Oder zwei Menschen erzählen von der gleichen Sache und fragt sich ob die im selben Ort waren?
00:07:37: Weil es ganz was anderes... ... war, was jemand aufgefallen ist oder was hängen geblieben ist.
00:07:44: Ich glaube das ist ja auch das Problem beim Thema Zeugenschaft.
00:07:47: also waren Unfällen oder Verbrechen oder so dass man sich da so schwer darauf verlassen kann auf das was eine Person darüber erzählt weil eine andere Person ganz was anderes wahrgenommen hat.
00:08:04: Ja, ja diesen komplexen Feld begegnen wir wenn wir das Thema Wahrnehmung jetzt hier thematisieren wollen.
00:08:10: und gleichzeitig würde ich andersrum sagen die Wahrneemungen ist ja das essentiellste was wir als Ausgangspunkt haben.
00:08:19: Ich halte zum Beispiel Wahrnehnung und die Wahrnehmungsfähigkeit also die Kompetenz wahrzunehmen für eine zentrale pädagogische Aufgabe, die Eltern haben.
00:08:33: Kinder gegenüber aber auch Lehrer und Erzieher usw.
00:08:39: Wir müssen unsere Wahrnehmung vertrauen können um einen Ausgangspunkt zu haben von dem aus wir in die Welt schauen.
00:08:53: Fähigkeit wahrzunehmen, was sehr essenziell ist und es ist im Grunde etwas ganz Schlimmes finde ich.
00:09:01: Wenn zum Beispiel Kindern Wahrnehmung verdreht wird indem sie etwas richtig wahrnehmen und ihnen aber gesagt wird das sei was ganz anderes Und dadurch in einem Selbstzweifel zu eigenen Wahrnehmungen oder Wahrnehnungsfähigkeit hingeraten Weil die Wahrnehmung ist der Ausgangspunkt jeglicher Intervention, die ich in der Welt dann setze.
00:09:27: Ja und da fällt mir an jetzt wieder aus dem erwachsenen Beispiel, aber ich glaube das ist das Gleiche wenn ich das Gefühl habe irgendwas stimmt nicht oder?
00:09:36: Und ich frage nach Ist irgendwas los oder so?
00:09:38: und die andere Person sagt ja na na alles gut du spielst dir nur ein.
00:09:43: Eigentlich gibt's eh irgendein Problem.
00:09:45: Man traut sich es nur nicht auszusprechen und dann kommt so eine totale Verwirrung, weil der andere sagt das ist alles gut und was redest du da?
00:09:54: Und ich glaube ... Das passiert wahrscheinlich oft mit Kindern, weil man denkt, man kann ihnen vielleicht schwere Dinge nicht zumuten die spüren aber dass irgendwas nicht passt
00:10:04: z.B.,
00:10:04: wenn Eltern ein Problem miteinander haben und sich das schon lange zieht oder man immer versucht dem Kinds eine heile Welt zu vermitteln Und in Wahrheit stimmt aber eigentlich schon lange etwas nicht und das Kind spürt es aber ganz genau.
00:10:18: Man sagt immer, nein, alles gut!
00:10:20: Das ist vielleicht das was du gemeintest?
00:10:21: Ganz
00:10:21: genau, ganz genau ja.
00:10:23: und der eigenen Wahrnehmung an dieser Stelle vertrauen zu können ist wie so ein Referenzpunkt zu haben dass ich davon ausgehen kann, dass etwas ist wie ich es wahrnehme.
00:10:33: Ich habe einen sehr zugespitzten Fall jetzt unlängst gehört wo jemand schon so weit war sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen weil er immer so Empfindungen hatte da stimmt doch etwas nicht bis sich dann herausstellte das diese Empfindung völlig korrekt war nur abgestritten wurde und dadurch im Grunde ein tiefer Zweifel an sich selbst entstand.
00:10:57: Also da können schon tragische Dinge passieren, denn irgendwie die Wahrnehmung finde ich und das was wir in ihr erleben als das was für uns gilt umgültig ist und was sich darin als wesentlich erweist.
00:11:12: Da können wir ja gleich noch ein bisschen drüber reden wie wir dazu finden.
00:11:19: Das ist doch der Ausgangspunkt dessen von dem aus.
00:11:24: Wir kommunizieren und deswegen ist das was sehr, sehr Schlimmes wenn Menschen darin zutiefst verunsichert sind.
00:11:31: Übrigens gibt es auch... Ich hatte einen Freund, der ist Segler und er erzählte dann, wenn man mit dem Flieger in eine Nebelwand kommt Und im Grunde dort nach kurzer Zeit die Orientierung verliert Dann ist das eben Falls diese Erfahrung die eigene Wahrnehmung verloren zu haben, wo es jetzt langgeht.
00:11:55: Also ganz viele spannende Beispiele haben wir da jetzt schon.
00:12:00: Christoph du hast das Thema vorgeschlagen.
00:12:02: gab's einen Auslöser für das oder irgendeinen Grund warum du das gerne besprechen wolltest?
00:12:09: Ja ich halte ja viele Seminare unter anderem auch im Bereich von Führungskräften oder Mit- und Fürführungskräfte.
00:12:17: Ein großes Thema, ein Modul einer solchen Weiterbildung als Personal-Leadership ist die Wahrnehmungskompetenz.
00:12:25: Ich halte die Kompetenz wahrzunehmen für eine der zentralen Führungsfähigkeiten und Qualitäten.
00:12:34: Das braucht verschiedene Ebenen.
00:12:38: Aus diesem heraus hat jemand mich angesprochen und gesagt ... die häufig unseren Podcast hört, macht doch mal eine Folge zum Thema Wahrnehmung.
00:12:47: Das würde ich gerne nochmal nachhören und ein bisschen differenzierter mir dann noch einmal zu Gemüte führen.
00:12:54: Und das brachte mich auf die Idee, dass wir dazu einmal sprechen.
00:12:58: Okay also viele Grüße an diese Person, an dieser Stelle aber super weil, dass du es sich mir vorhin schon gedacht habt, die Frage kann man Wahrneemungen schulen?
00:13:08: Weil man kann ja nicht wahrnehmen.
00:13:11: Ja
00:13:12: Das ist auch interessant.
00:13:13: Wie man nicht kommunizieren kann, kann man auch nicht wahrnehmen.
00:13:18: Also die Frage ist was daran kann man üben und was kann man schulen?
00:13:21: Aber vielleicht ist das etwas, was wir noch ein bisschen später besprechen werden weil wir erst mal schauen müssen, was ist denn eigentlich Wahrnehmung?
00:13:32: also jetzt so rein heruntergebrochen auf das, was passiert.
00:13:36: Geht es doch hier darum oder?
00:13:38: Es gibt einen Reiz von außen etwas, was wir erleben und das nehmen wir eben wahr mit unserem Körper über unsere Sinne Wir sehen etwas, hören etwas irgendwas kommt auf uns zu Und dann geht's darum dass wird es irgendwie verarbeiten.
00:13:53: also es kommt in unser System es trifft auf unsere Erfahrungen Auf unseren auf unserer Tagesverfassung Etc.
00:14:02: etc.
00:14:03: Und dann tun wir irgendwas damit und reagieren auf etwas.
00:14:09: Das ist ungefähr das, was sich so abspielt.
00:14:11: Ist immer da schon mal richtig?
00:14:12: Ja
00:14:12: ja!
00:14:14: Und wir können das, dass du jetzt gerade so beschreibst nochmal vielleicht differenzieren indem wir etwas im Außen wahrnehmen also die Welt auf die wir schauen und dass in der Welt dann dieses Ereignis passiert, das unsere Wahrnehmung auch reizt bzw.
00:14:33: uns herausfordert – wir können natürlich die Wahrnehnungen auf uns richten!
00:14:41: Und dann sind wir diese Welt, indem wir auf uns schauen und sagen wie geht es mir denn mit etwas?
00:14:51: Dann richten wir mehr den Fokus darauf was macht das mit mir?
00:14:57: will ich das überhaupt?
00:14:59: stimmt das für mich.
00:15:01: Wie will ich darauf antworten?
00:15:02: wie will ich damit umgehen?
00:15:03: und so weiter.
00:15:04: also es gibt einmal dieser Ausrichtung der Wahrnehmungen auf dass was im Außen ist oder im Sinne der Selbstbeobachtung, was das alles mit mir macht und was das für mich bedeutet so.
00:15:17: Diese Ebenen könnte man
00:15:18: unterscheiden.".
00:15:20: Dann wird es sogar schon richtig komplex.
00:15:23: aber das ist das was man üben könnte.
00:15:25: oder dieses zurücktreten in Distanz gehen und schauen, aha irgendwas passiert?
00:15:30: Was löst das bei mir aus?
00:15:34: Warum ist das heute anders als gestern?
00:15:36: Vielleicht man reagiert ja selber auch nicht nur der andere, sondern auch mal selbst reagiert.
00:15:41: Ja manchmal oft dasselbe Anders je nachdem ob ich Kopfweh habe oder oder Nichts oder so.
00:15:51: Also ich denke mir sind drei Dinge aufgefallen im Rahmen meiner auch therapeutischen Arbeit Die ich irgendwann Mal versucht habe so in diesem in einem drei Schritt zu fassen und zu bezeichnen.
00:16:07: Und jetzt auch häufig, wenn ich Fortbildungen gebe, also das Versuche zu unterscheiden um Prozesse besser zu verstehen.
00:16:16: Es beginnt doch in der Regel damit dass wir eine sinnliche Wahrnehmung haben Also dass wir ein Erleben in uns vorfinden übrigens nicht nur im Kopf sondern maßgeblich auch körperlich also leiblich, sodass wir etwas was auf uns trifft mit einem bestimmten sinnlichen Erleben quasi beantworten.
00:16:41: Also sprich es resoniert in uns in einer bestimmten Weise.
00:16:46: Das erste ist so und so auf jeden Fall der Körper.
00:16:49: ohne Körper keine Wahrnehmung und auch keine Reaktion.
00:16:54: das ist ja auch das was wir nicht steuern können.
00:16:56: also mit viel Übung vielleicht schon aber wenn's uns erschreckt dann tut unser Körper was auch, wenn ich mich entscheide nicht zu sagen oder so.
00:17:05: Aber ich werde etwas
00:17:07: sehen.".
00:17:07: Oder irgendwas tut sich in mir und das kann ich nichts steuern?
00:17:12: Genau!
00:17:12: Und deswegen... In gewisser Weise, wenn man so sagen will, Welt trifft auf uns und die nehmen wir leiblich wahr.
00:17:22: Was das mit uns macht.
00:17:25: Wir wissen noch nicht woher das kommt, dass wir es so wahrnehmen.
00:17:28: Das wissen wir nicht Aber in der Leiblichkeit und später kommt es dann vielleicht, in unser Bewusstsein entsteht eine Wahrnehmung.
00:17:38: Ah!
00:17:38: So geht es mir damit.
00:17:42: Ja?
00:17:42: Und darin erleben wir wie im Grunde das die Welt in uns resoniert.
00:17:50: Und jetzt habe ich beobachtet dass viele Menschen zu dem was ihnen darin geschieht wenig bewusst sei haben, sondern das was sie dann erleben als pures Erleben haben sinnlich in der Regel auch einfach ausdrücken.
00:18:10: Also es macht mich froh und ich springe herum oder strahle vor Glück oder es macht sich wütend und ich benutze Worte die diese Wut zum Ausdruck bringen usw.. Verhalten wir uns häufig aufgrund dieser ersten, sagen wir mal sinnlich erlebenden Wahrnehmungserfahrung.
00:18:40: im Rahmen einer Situation machen.
00:18:42: Also es ist uns alles zu viel und das haben wir nicht schon wieder oder jetzt noch mehr, ich habe keine Lust mehr usw.
00:18:50: Und wenn also Menschen quasi nur diese erste Ebene zur Verfügung haben dann bleiben sie quasi immer in diesem Befindlichkeitserleben stecken und dann kommentieren Sie Alles, was Sie tun auf der Basis dieser augenblicklichen situativen Befindlichkeit.
00:19:17: Aber augenblicklich kann die Situation selber sein es kann aber auch eine Lebenssituation sein wenn sie mich belastet und so weiter, die ich so empfinde.
00:19:26: ja also Ich bin eigentlich verhaftet in dem wie ist mir augen blicklich mit dieser Sachlage geht.
00:19:34: Also Wir merken uns, das war erst Punkt eins.
00:19:37: Ich mag da nur kurz reingehen... Also ich kann auch zum Beispiel nicht nur eine jetzige Situation aus einem bestimmten Aspekt heraus wahrnehmen sondern vielleicht auch Welt oder mein Leben.
00:19:49: also mir fällt ein wenn ich in einem sehr unsicheren Haushalt groß geworden bin und bei der Elternteile immer sehr sehr vorsichtig waren dann nehme ich überhaupt Mein sein in der Welt ganz anders war als vielleicht ein Kind, wo die Eltern immer gesagt haben ach, geh raus.
00:20:07: Wir sehen uns zum Abendessen wieder und das kann schon so viel machen dass ich überhaupt mein das Ganze so oder so wahrnehme.
00:20:17: genau also du machst es jetzt du stellst es jetzt in einen größeren Rahmen und auch in einem Rahmen einer biografischen Prägung Also wo zum Beispiel aufgrund bestimmter lebensgeschichtlicher Zusammenhänge mir die Welt ängstlich gezeigt wird oder alles ein bisschen bagatellisiert wird.
00:20:36: oder alles immer ganz toll ist und so weiter.
00:20:38: Und sofort prägt das meine Stimmung, mein Befinden.
00:20:44: Diese Befindlichkeit ist dann diese Stimmung die ich in mir trage oder gestimmtheit mit der ich durch die Welt gehe.
00:20:52: Die ist vielleicht dafür verantwortlich dass ich spontan etwas so oder so erlebe.
00:21:00: Der eine reagiert auf die gleiche Situation ängstlich und der andere zuversichtlich.
00:21:05: Also insofern ist es schon auch spannend, wie wir uns vielleicht zu bestimmten Gestimmtheiten die wir in uns tragen nochmal neu einstellen und eine Haltung verändern.
00:21:19: Also Dinge beispielsweise nicht nur aus der Idee der Ängstlichkeit und der Sorge betrachten sondern auch aus der Zuversicht betrachten Und deswegen halte ich das zum Teil auch für Entscheidungen, mit welcher Gestimmtheit Menschen durch die Welt gehen können und für die sie sich entscheiden.
00:21:39: Das zu tun!
00:21:40: Ich will damit nicht sagen dass es leicht geht und dass das schnell funktioniert aber dass wir schon einen Einfluss darauf haben wie wir auf die Dinge blicken.
00:21:50: Genau, also ich finde das schon wichtig, dass man da vielleicht mal Schaut, wie nehme ich Welt überhaupt wahr und dass das vielleicht ganz anders ist als bei dir?
00:22:01: Und mal so mit der Haltung von interessant.
00:22:05: Dass man zu hinterfragen kann ja vielleicht sehr hilfreich sein oder manchmal auch sehr augenöffnend gibt ja manchmal auch Erzählungen wo Kinder wo es vielleicht sehr erregide war Zuhause die dann vielleicht auch erst spät in Verbindung kommen mit anderen Familien und merken aha Ah, so geht das auch.
00:22:24: Interessant!
00:22:27: Beziehung kann ganz anders sein oder überhaupt der Blick auf die Welt wo das so richtig Augen öffnend ist also... Das ist vielleicht ein bisschen ein Extrembeispiel aber habe ich schon noch öfter mal so gehört.
00:22:40: Nö, ich finde das gar nicht so extrem.
00:22:42: Also ich glaube im Kleineren lernt man das doch kennen meint wegen jemand kommt aus einem eher depressiveren Elternhaus und hat ein Freund und darf dann da ab und zu spielen gehen oder weiß ich nicht nimmt an den Mahlzeiten dort teil und kriegt mit, dass das Familienklima ein ganz anderes ist.
00:23:00: Und viele haben mir dann erzählt wie viel ihnen das bedeutet hat auch kennenzulernen, dass die Welt auch leicht sein kann zum Beispiel und nicht immer nur schwer sein muss so.
00:23:11: Ich habe sehr das von Heidegger gelernt der im Grunde uns hingewiesen hat auf diese Gestimmtheit als Voraussetzung für unsere Wahrnehmung.
00:23:20: Ja, das er sagt im Grunde was wir da in uns tragen.
00:23:23: Das hat maßgeblichen Einfluss darauf wie wir etwas erleben.
00:23:27: Übrigens im Kleinen kenne ich das auch im Situativ alltäglichen wenn ich etwas überlastet bin also wenn mein Spannungsbogen nicht mehr so groß ist dann nehme ich zum Beispiel weiß ich nicht lautstärke im Restaurant viel anstrengender war und muss sehr viel achtsamer dann umgehen, dass ich nicht ärgerlich werde oder einfach nur raus will.
00:23:51: Und auch noch weiß ich nicht zugewandt bleibe und zuhöre... ...und mich einlasse auf mein Gegenüber weil es mir einfach alles ein bisschen vieles und mich bedrängt ja?
00:24:01: Wenn ich dann mehr aus einer Urlaubsstimmung komme wo alles ein bißchen lässiger ist und lockerer ist und ich nicht so unter Druck bin habe ich viel mehr Gelassenheit das alles sein zu lassen, mich daran zu freuen und es schönzufinden.
00:24:17: Ja, das ist interessant!
00:24:18: Ich glaube, das geht ja nicht nur mir so sondern das ist ein Alltagsbeispiel dass wir alle kennen meine ich.
00:24:25: also das heißt worauf ich in einem ersten Schritt hinweisen wollte ist einfach dieses Wir haben eine Wahrnehmung und diese Das was isst spricht unsere Sinne und unser Erleben an.
00:24:38: Wir haben das jetzt, du hast noch mal darauf hingewiesen.
00:24:41: Das kann zum Beispiel die Prägung auch unseres Elternhauses sein.
00:24:44: Es kann eine Gestimmtheit sein in der wir stehen vielleicht doch weil aktuell uns etwas belastet und etwas schwer geworden ist.
00:24:52: Vielleicht aber auch weil es eine grundsätzliche gestimmtheite ist, Grundgestimmtheit durchs Leben tragen, mit dem wir unterwegs sind.
00:25:01: Das alles wird dafür verantwortlich sein dass wir das was auf uns zukommt in einer ganz bestimmten Weise erleben und in der Regel intervenieren wir auf der Basis dieses Erlebens Also den Satz, den wir als nächstes sagen.
00:25:15: Die Antwort die wir geben das Verhalten dass wir an den Tag legen hat in der Regel ein Zusammenhang zu dem was sich in diesem Moment der Wahrnehmung in uns abspielt Als inneres angestoßen sein positioniert sein da drin und dann verhalten wir uns halt gemäß dessen
00:25:38: Genau, weil da wird es ja jetzt interessant.
00:25:40: Weil okay, jeder hat heute eine andere Wahrnehmung und das wäre ja noch nicht ein Problem.
00:25:45: aber wir agieren aus dem heraus Wir sprechen mit anderen Menschen jeweils jeder aus seiner Wahrneumung heraus, wir machen Entscheidungen, wir beurteilen Dinge, Menschen usw.
00:26:01: Jeweils aus dem heraus Und dann kann das Ganze zum
00:26:07: Ja, genau.
00:26:07: Die eigentlich die gesamte Intersubjektivität.
00:26:10: also das was zwischen Menschen passiert und ob dann Begegnung gelingt ist ja maßgeblich davon abhängig was da jetzt passiert.
00:26:19: Und deswegen ist es leider so häufig dass im Grunde vielfach Es so abläuft dass es nicht zur Begegenung kommt und dass es deshalb in einer Frustration endet.
00:26:32: und die haben alle etwas erlebt auf der Basis von wahrgenommenen oder jedenfalls von etwas, was in ihnen ausgelöst wurde als Wahrnehmung und auf dieser Basis haben sie sich verhalten.
00:26:47: Aber nicht zwingend führt das zu einem fruchtbaren Dialog zu einer interessanten Auseinandersetzung zu einem hilfreichen Gespräch oder oder ja?
00:26:59: Das muss es überhaupt nicht der Fall sein!
00:27:01: Und trotzdem würde jeder sagen Ja aber ich habe doch auf der Basis meines Erlebens mit dir gesprochen.
00:27:07: Und das ist wahr!
00:27:08: Genau, weil da wollte ich auch gerade hin... Da finde ich es so interessant dass das Wahrnehmung heißt, dass wir ja echt total drauf fixiert sind, dass meins stimmt oder?
00:27:21: Also wenn ich erstmal auf dem Level bin, also ich glaube da sind wir jetzt wieder bei dem Punkt was man üben kann nämlich dass man das distanziert betrachten kann und weiß aha okay Es kann sein, dass du es ganz anders wahrnimmst und das wir deswegen vielleicht ein Kommunikationsproblem haben.
00:27:36: Aber grundsätzlich habe ich ja mal die Idee so wie ich das wahrnehme... Das ist schon sehr richtig!
00:27:43: Und da auch weg zu gehen und auch die Vorstellungskraft zu entwickeln, das könnte eben auch jemand ganz anderes wahrnehmen.
00:27:52: Das ist ja echt nicht leicht
00:27:54: oder?
00:27:55: Ja, aber das ist interessant.
00:27:57: Du führst eigentlich mit deinen Gedanken jetzt schon zum nächsten Schritt Dieser zweiten Ebene, die mir an der Stelle wichtig ist, das ist nämlich dass man Wahrnehmung unter der Idee des reflexiven Bewusstseins anschauen kann.
00:28:13: Das heißt, der zweite Schritt wäre für mich, dass ich nicht nur wahrnehme sinnlich erlebend sondern dass ich mir bewusst werde, dass Ich so wahrnehmer.
00:28:26: also ich werde mir bewusst, dass mich das ärgerlich macht Ich werde mir bewusst, dass mich das freut.
00:28:38: Und ich glaube auf diese Art und Weise kommt eine neue Ebene hinzu.
00:28:45: Nämlich eine Ebene, dass ich es nicht nur bin und einfach ausdrücke weil's so für mich ist sondern dass eine Metaebene dazukommt, das ich mir bewusst werde, dass es mir so mit etwas geht.
00:29:02: Und damit im Grunde erweitert sich das Wirklichkeitsbewusstsein für mich, dass ich spüre, ah ja!
00:29:13: Das macht diese Situation mit mir.
00:29:17: So geht es mir.
00:29:19: Jetzt habe ich den Urlaub vor mir.
00:29:20: eigentlich freue ich mich aber ein bisschen habe ich auch Sorgepunkt.
00:29:26: Und dann hab' ich ja eine große Differenziertheit, die jetzt plötzlich hinzukommt und die übrigens noch mal verantwortlich wird für die Frage was mache ich denn damit?
00:29:43: Im Hinblick auf ein Gespräch, das was ich antworte, dass was ich tue oder sage wie ich mich verhalte usw.. Das ist ja eine ganz wichtige Binnendifferenzierung.
00:29:55: Und ich würde sagen, für gelingende Psychotherapie ist das eine maßgebliche Voraussetzung dass Menschen eine Fähigkeit haben ein reflexives Bewusstsein für eigene Wahrnehmung entwickeln zu können.
00:30:11: Also viele haben eine Not damit, dass sie sich überhaupt schwer wahrnehmen können.
00:30:15: Die müssen an dem ersten Schritt, den wir gerade besprochen haben arbeiten, dass Sie überhaupt erst mal in eine Beschreibung dessen kommen was etwas mit Ihnen macht.
00:30:25: und eine zweite Ebene scheint mir aber die zu sein das ich mir klar darüber werde.
00:30:30: so geht es mir damit.
00:30:32: also Ich habe den Eindruck das klingt ja jetzt so ja eh Aber nein, das ist eine echte Herausforderung für ganz viele Menschen.
00:30:43: Ich nehme mich jetzt da gar nicht aus!
00:30:45: Das ist manchmal gar nichts so leicht, dass zu spüren die Zeit zu haben, das wahrzunehmen.
00:30:52: Wir sind ja dann oft auch an einem Tag passiert zu viel, ich glaube bereits Überflutung also zu viele Wahrnehmungen von außen kommen auf mich ein.
00:31:02: Das müssen wir dann irgendwie alles verarbeiten... squad man vielleicht noch durchs Handy, weil man sich denkt ich brauche eine Auszeit.
00:31:09: Dann habe ich da wieder X-Themen offen die alle was mit mir machen das spüren wir ja nicht bewusst.
00:31:16: aber all das tut ja was?
00:31:18: Mit unserem Körper, mit unserem Nervensystem löst irgendwas aus und dann am Ende noch irgendwie gut spürend zu können war es ist eigentlich gerade los und auch vielleicht sogar noch denke an einem Abend vielleicht ein erinnernes Tag ist, dann auch noch auseinander zu dividieren.
00:31:37: Ja was gehört vielleicht wohin?
00:31:39: Ich habe so viel erlebt und jetzt gerade noch die Nachrichten geschaut und wohin gehört das alles?
00:31:45: Und wie geht es mir eigentlich grad ... Das ist wirklich nicht so leicht!
00:31:49: Ja du sagst das sehr schön ja genau also was macht das alles mit mir?
00:31:53: ich glaube ein großer Fehler in Interaktion Dialog um Begegnung ist der dass wir zu schnell und zu impulsiv aus unserer Wahrnehmung heraus reagieren.
00:32:03: Also, eigentlich halten wir zu wenig inne.
00:32:05: Es ist meine Überzeugung und wir sind ein wenig zu schnell und ungeprüft und unreflektiert Und damit mein ich nicht ein rein kognitives Bewusstsein.
00:32:18: Das müssten wir vielleicht gleich auch noch mal ein bisschen klären.
00:32:21: Ich meine mehr so eine Art Inhalten Dass wir brauchen Da ist jetzt etwas und tut mir das eigentlich gut.
00:32:30: Wie fühle ich mich eigentlich gerade?
00:32:32: Was brauche ich denn dafür, dass es mir so geht wie's mir geht.
00:32:36: Ist das was sich jetzt darauf hin tue eigentlich die richtige Intervention oder setze ich das nur fort, perpetuiere das, verschlimmere es vielleicht dadurch oder lenke mich ab und begegne dem Wesentlichen nicht mehr usw.
00:32:51: Das sind ja die Fragen, die
00:32:52: wir einstellen
00:32:53: müssen.".
00:32:54: Ja, genau.
00:32:55: Und trifft es dann den Kern der Sache wenn ich aus zum Beispiel dieser Impulsivität reagiere oder ist das die Grundlage dafür dass wir uns missverstehen und es nicht zur Begegnung kommt?
00:33:10: Ich denke mir, das ist ganz oft ein Problem.
00:33:12: Dieses ich lass bei irgendwem kommt irgendwas raus was aber eigentlich schon der vorvoll hetzten Person vielleicht gehört hätte oder war ich noch nicht so weit sozusagen und es arbeitet in mir und dann bin ich halt am Ende angfressen und dann kriegt's halt irgendwer ab aber dem kürzt gar nicht.
00:33:30: oder
00:33:31: ja also Das kann dann auch noch passieren, da wird's unfair.
00:33:37: Auch Menschen gegenüber die es gar nicht verdient haben zum Beispiel weil das ganz so andershin gehört.
00:33:41: aber man agiert im Grunde seine Befindlichkeit Weil die im Augenblick in einem ist und man nimmt nicht wahr dass ich jetzt angefressen bin und Im Grunde gerade in einer schwierigen Stimmungslage bin und deswegen höllisch aufpassen muss wie so jemandem begegne, wie er es auch verdient hat.
00:34:02: Weil er damit vielleicht gar nichts zu tun hat zum Beispiel?
00:34:06: Ich habe das mal mit einer Klientin.
00:34:08: Das war so spannend weil sie hat so gesagt ja wie geht's grad nicht so gut Gut, was macht nur mit der Aussage?
00:34:18: Dann haben wir mal gesagt, schauen wir mal.
00:34:20: Was heißt denn das eigentlich?
00:34:22: und dann haben wir das... Was mir da manchmal hilft um das auseinanderzuhalten ist ich arbeite gern mit so Schleichtieren zum Beispiel oder mit Steinen und wir stellen dann auf dem Tisch auf.
00:34:32: Was ist eigentlich gerade alles da?
00:34:34: Das hilft ein bisschen es zu verbildlichen und auch dabei zu bleiben.
00:34:39: Und das haben wir da auch gemacht.
00:34:41: und plötzlich waren da, ich glaube sechs sieben Themen am Tisch die zum Teil richtig schwerwiegend war, also alle dazugehört haben zu diesem Ja geht nicht so gut.
00:34:53: Und dabei war z.B.
00:34:54: die Frage Kinderwunsch, das schon lange mit dabei ist irgendwie in der Beziehung Stress im Job Zukunftsängste aber auch irgendeine Situation mit einem Kollegen.
00:35:06: Also da hat sich viel vermischt und wir haben richtig lange gebraucht sozusagen das Auseinander zu dividieren und dann jedes Einzelnetz benennen um zu schauen, was steckt eigentlich hinter diesem Na ja geht irgendwie nicht so gut.
00:35:20: Und das sagt man ja schnell und es hat mir sehr anschaulich gezeigt dass wir da viel öfter wahrscheinlich genauer hinschauen müssten auf das was ich eigentlich sage.
00:35:32: mit Ja geht gut oder geht nicht sogut?
00:35:34: Ja genau!
00:35:36: Ja und weißt du wenn man das nicht jetzt so genau machen würde wie du das gerade beschrieben hast, dass du das sehr genau dann mit ihr angeschaut hast Dann würde man vielleicht einfach sagen, was täte dir denn besser?
00:35:47: Dass es dir jetzt ein bisschen leichter geht.
00:35:50: Was würdest du dir wünschen?
00:35:51: und dann würde man über ganz andere Dinge reden.
00:35:54: Und die Frage ist, wird das helfen
00:35:55: oder... Ja, aber man will das gar
00:35:56: nicht wissen!
00:35:57: Genau weil's nicht ins Bewusstsein kommt.
00:36:00: Genau, weil das ist ja dann...
00:36:02: Schau damit sprichst du jetzt eigentlich bereits unseren dritten Punkt an.
00:36:06: Der mir wichtig ist nämlich der erste um uns nochmal in Erinnerung zu rufen, dass es einfach diese sinnlich erlebende Wahrnehmung so fühle ich das, so lebe ich das.
00:36:17: Das zweite ist Mir ist bewusst, dass Ich das gerade so wahrnehme.
00:36:23: Also ich halte ein bisschen inne und bekomme einen Bewusstsein für mich selber dazu Dass es mir damit so geht.
00:36:30: Und die dritte Position ist dann eine beobachtend verstehende Position und Ebene.
00:36:36: Dass ich nämlich hinschaue, und sage wie erklärt sich das?
00:36:40: Wie verstehe ich dass es mir so geht, wie's mir geht?
00:36:44: Das hast du mit deiner Patientin eigentlich gemacht.
00:36:47: ja!
00:36:47: Du hast gesagt lass uns doch mal gucken was in ihrem Geleben gerade los ist... Durch die Visualisierung im Grunde dargestellt und ihr konntet dann die einzelnen Punkte anschauen.
00:37:00: Und auf einmal wird verstehbar, warum geht's mir denn nicht so gut?
00:37:04: Darin schließen sich dann viele Fragen an nämlich wie löse ich das, wie gehe ich damit um... Was kann ich jetzt schnell tun, was muss ich längerfristig angehen?
00:37:14: und das sind ja alles folgethemen dann.
00:37:17: Aber ein Erleben ist mir wichtig, es ist auch eine wichtige Gedanke, den wir in der Existenzanalyse haben.
00:37:24: Einem Erleben geht immer einen Grund voraus.
00:37:28: Das heißt, wir erleben nie einfach nur so.
00:37:31: Und deswegen ist das sehr spannend die Gründe anzuschauen und sich von diesen Gründen her zu verstehen.
00:37:39: Die sind nämlich dafür verantwortlich.
00:37:41: Also zum Beispiel, ich habe einen Kummer über etwas oder die Verdichtung meines Alltags mit dem was sich alles schaffen möchte und erreichen möchte ist so komprimiert dass ich das gar nicht kann und deswegen geht es mir gerade nicht gut und werde ich hektisch.
00:37:59: Wenn ich das also entzerre oder vielleicht eine Lösung finde für ein überforderndes Problem Dann kann das Erleben schon wieder ein ganz anderes sein.
00:38:09: Und so geht es im Grunde darum, sich zu verstehen mit den Gründen die dafür verantwortlich sind weshalb ich das erlebe was ich erlebe.
00:38:23: Jetzt mal ganz konkret in den Alltag Christoph!
00:38:29: Kann man ja nicht alle zehn Minuten machen oder?
00:38:34: Ich habe's glaube ich noch nicht ganz verstanden.
00:38:36: Also ich kann ja nicht, wenn wir jetzt auf das schauen was wir die letzten fünf Minuten gesagt haben dann müsste man doch alle zehn Minuten schauen.
00:38:44: Wie geht's mir grad?
00:38:46: Warum?
00:38:47: Woher kommt das?
00:38:48: Was ist eigentlich meine Prägung meiner Kindheit?
00:38:50: Ahja genau!
00:38:52: Das klingt so Alltagsfern.
00:38:55: Aha findest du
00:38:59: Naja, jetzt überspitzt gesagt vielleicht.
00:39:04: Könnte man jetzt darauf sagen was ist deine Erfahrung damit?
00:39:08: Oder wird man dann wenn man das vielleicht mal begehend war zu nehmen und zu üben geht es denn mehr fließend?
00:39:19: Na ja also erstmal denke ich dass normale ist dass wir uns das alles gar nicht so bewusst machen müssen sondern dass das in einer gewissen Natürlichkeit verläuft.
00:39:31: Und was wir jetzt hier tun, wird zerlegen es in Schritte und das hat Viktor Frankl mal gesagt wenn man sich bei bestimmten Dingen selbst beobachtet funktionieren sie auf einmal nicht mehr an.
00:39:41: da hat er ein Beispiel der Musik des Geigespielens und so weiter beschrieben.
00:39:46: also Wenn man sich dabei beobachtet wie die Finger gerade den Fingersatz machen dann verhaspelt man sicher.
00:39:53: Was ich damit sagen will ist folgendes In der Regel klappt das ja ganz gut, dass etwas im Außen geschieht.
00:40:00: Dass wir dazu ein Erleben haben und schnell eine Bewusstheit in uns tragen.
00:40:05: So geht es mir damit!
00:40:06: Und was ist es eigentlich?
00:40:07: Dann sage ich ne so stimmt das für mich nicht.
00:40:10: Deswegen brauchen wir das in vielen, vielen Alltags-Situationen nicht zwingend, dass wir diesen akribischen Weg gehen wie wir ihn hier gerade beschreiben.
00:40:20: aber in allem wo's hapert.
00:40:23: Wo wir selber stecken Und das Gefühl haben, da komme ich nicht richtig voran oder wo Begegnung mit anderen Menschen nicht gelingt und so weiter.
00:40:32: Dort finde ich schon dass das hilfreich ist in der Weise wie wir es gerade hier tun innezuhalten um mal zu sagen was ist das eigentlich weshalb ich das so erlebe wie ich das erlebe?
00:40:43: also ich mache das im meinem Leben tatsächlich häufig Und für mich ist das aber vielleicht, weil das so sehr zu meinem Alltagsbewusstsein inzwischen gehört.
00:40:54: Ist das was ganz selbstverständliches geworden?
00:40:57: Mich mit einer Ebene, mit der ich auf mich gucke und wie noch mal von außen auf mich gleichzeitig draufguckend immer... ...immer mit dabei bin!
00:41:08: Also nie nur in der Unmittelbarkeit des Erlebens sondern als ob ich so ein Beobachter hätte der einerseits mir zu verstehen gibt, aha wie nimmst du dich gerade wahr?
00:41:17: und verstehst du eigentlich dass du dich so wahrnimmst?
00:41:20: Das ist nochmal die dritte Ebene.
00:41:22: Und ich glaube das kann man trainieren!
00:41:25: Und dann entsteht ja eine sehr spannende Frage nämlich wie interveniere ich jetzt auf welchen der vielfältigen Aspekte dir darin eine Bedeutung haben interveniere.
00:41:33: Ich kann ja sein dass es gar nichts mit dir zu tun hat sondern nur mit mir um meiner Geschichte und dass sich das komplett raus lasse aus dem was uns jetzt betrifft.
00:41:43: Und das heißt, ich muss nochmal Neu wahrnehmen.
00:41:45: Was ist denn für uns beide jetzt wichtig?
00:41:48: Also dass was ich jetzt vorher so scherzhaft gesagt habe, hör' euch bei dir schon so raus.
00:41:52: Ja eigentlich geht's schon darum, dass man das eigentlich den ganzen Tag über mitlaufen lässt.
00:41:59: natürlich gelingt es dann halt vielleicht mal besser und man schlechter.
00:42:03: Und nicht immer hat man ja so bedeutungsvolle Begegnungen oder Entscheidungen, die man treffen muss wo's denn auch nicht zu viel macht wenn man mal für sich selber daneben liegt.
00:42:13: aber mein Eindruck ist schon dass das ein Problem ist auch wenn ich jetzt an so Berufsalltage kenne die ich auch schon erlebt habe wo man gerade auch E-Mails, zum Beispiel.
00:42:28: Das ist ja auch so ein Punkt da geht zu viel weil wir gesagt haben Wahrnehmung geht ja über den Körper Da lese ich einfach nur was.
00:42:34: Ich sehe nicht wie schaut der dreien der das geschrieben hat wenn es ist so abgekoppelt So Kommunikation da geht er zum Beispiel schon mal ganz viel verloren.
00:42:44: Aber Es bleibt trotzdem was in den Worten.
00:42:47: die wieder mit schicken Die lösen jetzt wieder etwas bei mir aus und also Gefühl, dass uns das oft nicht so flübsig gelingt.
00:42:59: So wie du vorher gerade gemeint hast ist es eher oft automatisch.
00:43:03: Ich habe schon das Gefühl, es wäre gut wenn wir öfter mal stoppen würden und das mehr üben.
00:43:10: Genau!
00:43:12: Das teile ich sehr was du sagst und ich glaube das verändert einen auch und macht ein behutsamer.
00:43:18: zum Beispiel.
00:43:19: Wie schreibt man die Antwortmehl?
00:43:21: Also ich leg da sehr viel Wert drauf.
00:43:23: Ich gebe mir dafür Mühe, dass ich wirklich versuche allen Ebenen der Wahrnehmung – also was will der andere?
00:43:32: Was ist seine Intention?
00:43:33: Was sind meine Intensionen?
00:43:35: Welchen Möglichkeitenraum nehme ich wahr?
00:43:38: und all diese Dinge fließen in eine solche Antwort mit
00:43:42: ein.".
00:43:43: Ja und man kann das natürlich auch alles schnell auf einer rein sachlichen Ebene irgendwie vom Faktum her beantworten, aber das trifft vieles nicht oder nimmt vieles mit.
00:43:55: Vielleicht hast du schon dahingehend auch sehr recht mit dem was du so anfragst dass wir in einer Zeit leben wo alles unglaublich schnell geben muss.
00:44:05: Das fordert viel Effizienz von uns Und ja, effizient sind wir wenn wir es schnell erledigt haben.
00:44:13: Wenn das weg ist... Aber damit fällt ganz viel unter den Tisch.
00:44:18: Vielleicht verletzen wir uns sogar dadurch auch sehr, dass wir uns nicht gerecht werden weil wir nicht wirklich den anderen wahrnehmen.
00:44:25: Ich würde immer ein bisschen unterscheiden wo geht es um rein sachliche Fakten die einfach nur auf der sachlichen Ebene zu klären sind und gar nicht groß jetzt vom Erleben heraus thematisiert
00:44:38: werden müssen.
00:44:38: Ja aber Christoph das ist schon so ein Punkt oder?
00:44:42: Der eine findet Entschuldigung, ganz sachliches Thema.
00:44:46: Oder für den einen ist es ganz sachlich?
00:44:49: Stimmt!
00:44:49: Okay... Ich zieh zurück.
00:44:54: Du hast recht.
00:44:55: Ich glaube man kann Dinge gar nicht nur ganz sachlichen.
00:44:58: Also ich
00:44:59: bin das skeptisch.
00:45:01: Ja also Aber ich weiß, was
00:45:03: du meinst.
00:45:05: Und trotzdem glaube ich es gibt manchmal wenn wir jetzt berufliche Dinge ansprichts gibt einfach Rahmenbedingungen.
00:45:10: die sind dann wie sie sind oder sie sind entschieden worden und so sind sie ja zu werden sie zum Teil jedenfalls gelebt.
00:45:17: dann müsste man eine andere Ebene nehmen, da müsste man sagen können wir über dieses Selbstverständnis noch mal reden miteinander.
00:45:26: Ja aber man wird glaube ich nicht jedes Mal aus seinem Befinden neu dem zu begegnen haben sondern muss man entweder was in sich selber klären oder man muss überprüfen weil es nicht nur einem selbst so geht inwiefern das anderen auch so geht wie weit man es dann im grundsätzlichen Sinne zum Thema macht.
00:45:43: das meinte jetzt mehr ja aber natürlich gibt es nie leben ohne Erleben.
00:45:51: Und das prägt uns, das gehört immer dazu und sich in diesem Erleben wahrzunehmen, sich selbst beobachten zu können um dann zu unterscheiden was davon gehörten mir was davon bring ich aus früheren Erfahrungen mit und hatten vielleicht mit dem hier und jetzt deshalb wenig zu tun.
00:46:10: oder Kann ja auch was begünstigen in mir und jetzt.
00:46:14: Ja, wie verstehe ich mich da drin?
00:46:16: Und ist das jetzt Gegenstand unserer Auseinandersetzung oder nicht?
00:46:20: Mir geht es einfach erstmal nur um diese Diskriminierung also um die Unterscheidung dieser verschiedenen Ebenen.
00:46:28: Ich sage damit nicht dass es leicht ist.
00:46:30: Das braucht eine Übung.
00:46:32: In unserem Alltagsverständnis ist es meistens nicht sehr implementiert.
00:46:37: Das ein Problem.
00:46:38: diejenigen, die das sehr reflektiert mitbringen.
00:46:41: Mit denen kommt man besser klar.
00:46:43: in der Regel und vielleicht ist es etwas was es ein Stück einzuüben gilt diese Wahrnehmungsebenen zur Verfügung zu haben, zu differenzieren im Hinblick auf die anstehenden Interventionen.
00:46:59: so darum ging's mir jetzt erst mal in diesem Teil unseres Nachdenkens
00:47:09: Weil dann kommt ja auch noch dazu, dass er der Andere eben auch das hat und sich ein bisschen mit bedenken muss.
00:47:15: Ich muss jetzt nicht immer wissen soll ich auch nicht was der andere?
00:47:20: aber ich muss zumindest mitdenken, dass auch der irgendwas wahrnimmt und dass das was ich so schön für mich reflektiert habe, dass es noch lange nicht heißt, dass das beim anderen auch wieder so ankommt weil das trifft bei dem auch wieder auf seine Stimmtheit in seiner Welt und so.
00:47:38: Und dann wird es wunderbar komplex, also damit's gut funktioniert müssen wir davon ausgehen dass beide das ein bisschen reflektieren können, dass beide raus gehen können, da sind wir uns auf einer Art begegnen und wahrscheinlich ist es auch ein bissel zu üben zu sprechen dieses man lässt dann vielleicht eher so Ausdrücke weg wie immer und nie und du hast ja und so, sondern man was damit einhergeht ist wahrscheinlich auch eine Art zu sprechen oder über das wie ich was wahrnehme.
00:48:12: Genau.
00:48:13: Was mich betrifft.
00:48:15: Und dann wird es auch leichter
00:48:16: irgendwie?
00:48:16: Ja also das wäre so einen Abschied von den Generalisierungen, denen man nimmt und zunehmend hat Und damit ist es wirklich immer im Hinblick auf den Einzelnen und was ihm darin wesentlich ist, im Grunde zu reflektieren.
00:48:34: Das wäre vielleicht etwas, was wir in einer Folge miteinander jetzt noch mal besprechen können, dass wir ein bisschen schauen, was in der Wahrnehmung eigentlich das ist, was sich zeigt und was es braucht, damit daraus dann wirklich Begegnungen entsteht, dieser Blick auf das, was sich darin als wesentlich zeigt.
00:48:56: Aber wenn ich kurz zuvor nochmal auf einen Gedanken von dir jetzt Bezug nehme... den ich sehr wichtig finde, was du da angesprochen hast.
00:49:06: Wir haben jetzt geguckt wie man das bei sich und in sich in verschiedenen Ebenen differenzieren kann ja?
00:49:11: Und im Grunde muss ich eine Offenheit behalten auch für das Gegenüber.
00:49:16: Ich glaube diese Offenheiten dass ich es gegenüber sehen kann wo er steht oder sie steht und was dem anderen der anderen wichtig ist darin jeweils usw.. Das glaub' ich braucht diese Differenzierung in der eigenen Wahrnehmung auch um sich, nicht nur um sein Interesse, um sein eigenes Interesse zu fassen.
00:49:40: Sondern auch das eigene Interesse zurückzustellen damit ich ganz beim anderen bin und ihn wirklich indem ihm eigenen wiederum sehen kann.
00:49:49: Und dass ist doch die Grundlage für jegliche Begegnungen sonst kann ja Begegenung gar nicht gelingen.
00:49:57: Da kann man sich die allererste Folge, die wir miteinander aufgenommen haben anhören.
00:50:01: Da ging es um Begegnungen und da haben wir sicher irgend sowas Ähnliches auch erwähnt.
00:50:06: Sehr schön!
00:50:09: Ich schaue jetzt auf die Uhr.
00:50:11: Christoph, ihr müsst jetzt wirklich zum Fußball gehen.
00:50:13: Wir werden hier jetzt aufhören, aber wir haben uns vorher schon überlegt dass das vielleicht bei dem Thema Spanien sein könnte tatsächlich eine zweite Folge zu machen und du hast es eh schon anklängen lassen, dass wir dann vielleicht schauen wie kommt man zu diesem wesentlichen?
00:50:29: Wie kommt man da jetzt noch ein bisschen weiter runter von der ersten Wahrnehmung weiter.
00:50:35: Dass halt so echte Begegnungen auch geschehen kann.
00:50:39: Wir haben jetzt die Phänomenologie – das ist ja auch die philosophische Grundlage aus der zum Beispiel in der Existenzanalyse gearbeitet wird.
00:50:47: Das haben wir noch gar nicht ins Wort genommen.
00:50:51: würde da auch sich anbieten.
00:50:54: Das würden wir eigentlich auch gerne noch machen und da brauchen wir wirklich eine zweite Folge, weil wir sind jetzt schon bei Minute über fünfzig jedenfalls schon.
00:51:02: also wir merken es ein großes Thema ein wichtiges.
00:51:06: ich schlage einmal vor wie üben jetzt mal alle im Monat Juli Basis nochmal, oder?
00:51:12: Wir schauen.
00:51:14: Wie geht es mir eigentlich?
00:51:16: was heißt wie geht's mir gut oder nicht?
00:51:19: gut wir differenzieren das ein bisschen.
00:51:21: man kann mit dem körper anfangen wo spüre ich da bin ich angespannt.
00:51:27: Was zeigt sich dann?
00:51:29: und denn schauen wir im august da weiter und gehen noch ein paar Ebenen weiter runter.
00:51:35: Genau,
00:51:37: ich finde das super!
00:51:37: Also ich hätte so verstanden dass wir heute das Thema Wahrnehmung unter der Idee was braucht es für Bedingungen damit Begegnungen und Dialog zum Beispiel gelingt?
00:51:48: Ja, gesprochen haben.
00:51:51: Und mir war wichtig diese drei Schritte, diese drei Ebenen ins Bewusstsein zu bringen die man tatsächlich trainieren kann wie du das gerade auch vorgeschlagen hast finde ich eine super Idee.
00:52:02: also was ist mein meine sinnlich erlebende Wahrnehmung und mir das ins Bewusstsein zu holen.
00:52:08: Das wäre der Schritt zwei, ich erlebe es ja aber nicht nur es im Erleben zu halten und dann zu interagieren sondern in ein Bewusstsein zu nehmen.
00:52:17: und dritter Schritt sich darin auch noch mal zu verstehen.
00:52:21: verstehe ich dass ich mich so erlebe wie ich mich erlebe?
00:52:25: Ja?
00:52:25: Und ich stelle mir vor dass wir vielleicht in einer nächsten Folge darüber sprechen was ist denn das wahrgenommen?
00:52:32: Also was nehmen wir im wahrgenommenen war und was zeigt sich dann darin?
00:52:41: Ja, das kann man unter sehr bestimmten Gesichtspunkten betrachten.
00:52:46: Und wir haben ja hier den existenziellen Fokus und werden deshalb sehr über Intentionen reden und wie sich diese Intention vermitteln so dass wir erkennen können Was ist eine Menschen oder uns selbst wesentlich so dass wir vielleicht uns dazu dann einstellen können und sagen, gut wenn das wichtig ist.
00:53:07: Wie sollte ich mein Leben ausrichten?
00:53:09: Dass das jetzt hier eine gute Klärung bekommt oder eine gute Richtung bekommt.
00:53:16: Okay!
00:53:17: Dann machen wir das beim nächsten Mal.
00:53:19: Eine Übung die wir in der Ausbildung oft gemacht haben war, das finde ich nämlich wirklich gar nicht so leicht, dass man mal zur Ruhe kommt sich mal hinstellt oder hinsetzt spürt was sagt der Körper, was ist da gerade alles da?
00:53:33: Und dass man dann entweder ein Wort oder einen Körperausdruck findet.
00:53:38: Der zeigt oder zum Ausdruck bringt.
00:53:42: wie bin ich grade da und zwar sehr reduziert mit so einem Wort.
00:53:46: Das muss jetzt nicht unbedingt dein Gefühl sein das kann einfach ein Wort sein aber auch ein Wort eben ja oder ein Ausdruck.
00:53:55: und wie gesagt fand ich oft gar nicht so leicht, aber ich finde es ist eine sehr gute Übung die man tatsächlich gelegentlich auch für sich selber machen kann und ein bisschen dafür Zeit nehmen zum Reihen spüren.
00:54:14: Und das kann vielleicht ganz spannend sein.
00:54:19: Okay!
00:54:20: Gut Christoph dann wir hören uns wieder im August und über E-Mails freuen wir uns aber auch im Sommer unter der Adresse?
00:54:28: Ja, die schreibt bitte an postedfragen-des-menschseins.de und ich wünsche auch allen denen jetzt die Sommerzeit und die Urlaubszeit bevorsteht tolle erholsame Urlaubstage und allen anderen vielleicht ein etwas ruhigeres Arbeiten können hier im Sommer.
00:54:50: und dann freue ich mich wenn wir uns in August wieder hören!
00:54:54: Dankeschön Christoph das wünschte ich dir natürlich.
00:54:57: Bis dann.
00:55:05: Tschüss!