Fragen des Menschseins

Fragen des Menschseins

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00:00:05: Fragen des Menschseins.

00:00:06: Veronica Bonelli im Gespräch mit dem Psychotherapeutin Dr.

00:00:10: Christoph Kolbe.

00:00:14: Hallo, lieber Christoph!

00:00:16: Grüß dich liebe Veronica.

00:00:18: Heute müssten wir eigentlich guten Morgen sagen.

00:00:21: Das ist zwar nicht so relevant für unsere Zuhörer und Zuhöhrerinnen aber für uns beide schon.

00:00:25: Wir nehmen heute mal in der Früh auf.

00:00:27: das machen wir sonst nicht.

00:00:29: Christoph verrat uns mal bis zu einem Morgenmensch oder einen Abendmensch?

00:00:33: Auf jeden Fall ein Abendmensch.

00:00:35: Also abends komme ich schwer ins Bett und morgens sehne ich mich immer danach, eine Stunde länger schlafen zu können.

00:00:44: Okay also wenn euch heute irgendwas holprig vorkommt dann liegt es an der Uhrzeit, an der wir uns heute getroffen haben.

00:00:52: Das ist eher eine gute Brücke.

00:00:53: schon zu unserem heutigen Thema Wir werden über Bildung sprechen.

00:00:58: Da haben wir ein E-Mail bekommen von Alf Der uns dazu ein paar knifflächer Fragen aufgegeben hat, denen wir uns heute stellen werden.

00:01:06: Und die Brücke mit dem Frühaufstehen ist nämlich die dass man als Schüler ja einen Morgenmensch sein muss.

00:01:11: also da geht es immer los um acht oder schon früher.

00:01:15: Ist auch ein heiß diskutiertes Thema, ob das überhaupt sinnvoll ist?

00:01:19: Ja genau!

00:01:20: Also ich kenne es auch, dass darüber diskutiert wird, dass der Biorhythmus des Menschen eigentlich zumindest auch der Kinder ein ganz anderer ist als er vom Schulsystem festgelegt ist also dass auf jeden Fall der Unterricht später beginnen sollte damit man dann entsprechend fitter ist.

00:01:37: ja also hätte ich auch nichts dagegen gehabt.

00:01:40: damals Der Alf schreibt uns, also Alf ist selber Lehrer.

00:01:46: Es war aber nicht so eine, wie wir in Österreich sagen würden, Kmattewiesen bei ihm.

00:01:52: Also er hat sich das ein bisschen härter erarbeitet, schreibt aber, er ist Lehrer aus Leidenschaft.

00:01:58: mittlerweile also das Thema Bildung und Begleitung von jungen Menschen so ins Leben.

00:02:04: Das liegt ihm sehr am Herzen und hat deswegen einmal den Vorschlag gemacht ob wir nicht auch über dieses Thema sprechen könnten.

00:02:12: Ist auch gar nicht zu weit hergeholt Christoph Wall du auch immer wieder mit Lehrern und Lehrerinnen zu tun hast.

00:02:18: ich glaube das Thema selber ist dir ja auch wichtig, oder?

00:02:23: Genau.

00:02:23: Also

00:02:24: ja... Brings ich bin ja auch Erziehungswissenschaftler und von daher liegt mir das Thema Bildung und lebenslanges Lernen sehr am Herzen!

00:02:32: Ich habe in den Achtziger- und Neunzigerjahren eine Bildungsstätte geleitet und hatte die Aufgabe diesem Haus ein Konzept zu geben und dann denkt man natürlich sehr über Bildung nach Abschlussarbeit, meine Diplomarbeit meines Studiums über den emanzipatorischen Auftrag von Massenmedien geschrieben habe.

00:03:00: Also das kam daher dass ich ja so eine starke Prägung aus den achten sechziger Jahren habe und da ging es natürlich auch sehr um das Thema Emanzipation Und in dem Sinne habe ich mich dann auch sehr mit einem Bildungsauftrag beschäftigt In dem Falle Einen Auftrag, weil ich auch damals stark im Hörfunk tätig war.

00:03:23: Welchen Auftrag bildungsmäßig auch Massenmedien haben.

00:03:28: Ah ja!

00:03:28: Na bitte dann passt unser Podcast da jetzt auch irgendwie noch rein oder?

00:03:33: Ja

00:03:33: das nimmt die Fäden von früher wieder auf.

00:03:36: Das ist ganz schön.

00:03:39: Genau, also es gibt so eine ganz große Frage der wir uns gleich einmal widmen wollen.

00:03:44: Am Anfang da ist die Frage ja was ist in Bildung überhaupt?

00:03:48: Der Alf schreibt dann sollte Bildung etwas sein das uns einfach nur in die Lage versetzt einen Lebensunterhalt zu verdienen?

00:03:54: machen wir das einfach weil wir dann was lernen womit wir halt ein Beruf machen können?

00:03:58: oder ist Bildung etwa dass das ganze Leben umfasst das auch den Genuss am Leben erhöhen kann.

00:04:06: Was sagt der Existenzialist dazu?

00:04:08: Ich glaube, das wird uns auch nochmal genauer jetzt dann erklären.

00:04:12: aber also was ist Bildung überhaupt?

00:04:16: Das ist eine große Frage!

00:04:19: Also das glaube ich werden viele Menschen ganz verschieden beantworten.

00:04:25: Es gibt da gar nicht so diese einheitliche Idee.

00:04:30: Vielleicht könnte man sagen Wie würde man aktuell das beantworten?

00:04:35: Und dann kommt es sehr darauf an, ob Bildung zum Beispiel ökonomisch gedacht wird von den Fähigkeiten und Fertigkeiten die ein Mensch braucht um in dieser Welt eine gute Teilhabe am Beruf zu haben.

00:04:47: Das ist gerade ein großer Trend unter dem Stichwort Kompetenzerwerb das bestimmte Kompetenzen gegeben sein sollten, mit der Welt klarzukommen.

00:04:57: Wenn man dem gegenüber eher ein humanistisches Bildungsideal hat dann hat man viel stärker die Persönlichkeitsbildung im Vordergrund und etwas weniger die Fertigkeiten.

00:05:08: oder man fokussiert die Fältigkeiten mehr auf Themen der Persönlichkeit Bildung und in dieser Welt zurechtzukommen vielleicht von den Bildungssystemen her denkt, dann würde man die unterschiedlichen Schulen und Wege und Stufen betonen.

00:05:29: Und darin sagen wir mal die Bildung lokalisieren.

00:05:31: also das ist gar nicht so einfach das zu verorten.

00:05:35: und da gibt es halt noch eine geschichtliche Perspektive aus der man heraus auf Bildung gucken kann.

00:05:41: Dann kann man sehen wie im Laufe der Jahrhunderte sich der Bildungsbegriff entwickelt hat und dort ein bestimmtes Verständnis Insbesondere denke ich jetzt an die Aufklärung gefunden

00:05:52: hat.

00:05:55: Willst du das weiter ausführen?

00:06:02: Meine Antwort liegt das nahe oder führt uns jedenfalls dazu, aber vielleicht ist es nicht unklug ein bisschen auszuholen bevor wir dann auf das Konkrete kommen und das was wir vielleicht so auch aus einer existenziellen Perspektive heute als das bedeutsame für Bildung benennen können.

00:06:22: Also vielleicht ist es ganz schön, dass ein bisschen zu rahmen.

00:06:26: also es gab ja sagen wir mal ausgehend von sixteenhundertfünfzig bis achtzehnhundert das Zeitalter der Aufklärung und da hat vor allen Dingen Kant einen sehr berühmten Artikel geschrieben der heißt er hieß was isst Aufklärungen?

00:06:44: Und dann hat er diesen wichtigen Satz dort geschrieben, der heißt Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

00:06:55: So hat das Kant genannt.

00:06:57: Der Ausgang von Menschen aus einer selbstverschildeten Unmundigkeit.

00:07:02: und wenn man jetzt fragt was ist denn eigentlich die Unmünlichkeit?

00:07:05: Und da sind übrigens die beiden Worte selbst verschuldet und unmündigkeit drin.

00:07:10: Dann würde sagen unmündig ist man dann wenn man sich seines Verstandes nicht ohne Leitung eines anderen zu bedienen vermarkt.

00:07:20: Das sind so Kanzworte, das heißt ich brauche wen anders damit ich weiß was ich denke ja und dass sagt er ist unmündig.

00:07:29: Ich kann das nämlich selbst herausfinden.

00:07:31: Ich kann da selber wissen und wenn mich auf diesen Weg nicht begebe dann ist es selbst verschuldet dass ich in meiner Unmündigkeit verharre.

00:07:41: Und die Aufklärung hat ja im Grunde das große Thema gehabt.

00:07:46: Dass, sagen wir mal vieles von dem was man dachte dass es so oder so sei.

00:07:53: Das wurde naturwissenschaftlich erforscht und die Naturwissenschaft bekam eine immer größere Bedeutung.

00:07:58: und dann hat man gemerkt Es gibt zu vielen Überzeugungen ein Widerspruch Etten Dinge die man nicht zusammenbringen konnte.

00:08:07: Und so entstand im Grunde dann die Frage, ja wie ist es denn nun?

00:08:15: Die Aufklärung hat ganz stark die Vernunft in den Vordergrund der Erkenntnis gestellt.

00:08:21: Und das dadurch sehr auch aus metaphysischen Setzungen, Deutungen oder aus normativen Konzepten – wie eine Kultur das festgelegt hat, wie man sei und wie man zu denken habe – herausgeholt.

00:08:36: Deswegen ist die Aufklärung, glaube ich eine Bewegung gewesen.

00:08:40: Die bis heute in unseren westlichen Gesellschaften eine unglaubliche Bedeutung hat und im Grunde dieses vernunftgemäße Erkennen von Dingen in den Vordergrund gestellt hat.

00:08:55: Und nach meiner Beobachtung ist dann die Psychologie und die Psychotherapie.

00:09:00: neben diesem rein rationalen Erkennen, also über Logik-und Nachdenken Dinge sich begreifbar zu machen hat sie dann psychische Motive dazugestellt.

00:09:14: Die unser Denken leiten und dass wir deshalb quasi klären sollten um zu wissen aus welcher Motivlage entstehen?

00:09:22: halt bestimmte Überzeugungen?

00:09:26: Ich höre da jetzt ein bisschen den Aspekt raus

00:09:28: von

00:09:30: auch Nachfragen, sich nicht alles servieren lassen selber denken kritisch sein.

00:09:37: Auch etwas was meiner Meinung nach wesentlicher Teil von Bildung ist oder?

00:09:41: Je mehr ich weiß umso mehr kann ich schauen Stimmt das überhaupt?

00:09:46: Und das große Thema, wie geht man im Internet und mit KI und mit Fake News usw.

00:09:54: Also dieser ganz wesentliche Aspekt von Denken hinschauen, etwas einordnen können diese Fähigkeiten.

00:10:02: Genau!

00:10:02: und nicht leugnen, sondern sich im Grunde Wirklichkeiten zu stellen.

00:10:09: Und Wirklichkeit wahrzunehmen, wobei da sind wir wieder bei schweren Fragen nämlich was ist Wirklichkeit, konstruieren wir die begegnen wir ihr

00:10:19: usw.,

00:10:19: das sind ja alles hochkomplexe Themen.

00:10:22: Aber ich glaube, es sich die Mühe zu machen.

00:10:25: Dem zu begegnen dem zu stellen das scheint mir eine der Herausforderungen und Aufgaben des modernen Menschen zu sein hinter die wir nicht mehr zurück können.

00:10:35: also woher nehme ich die Begründung für?

00:10:38: bestimmte Sichtweisen, die ich mir persönlich aneigne.

00:10:43: Aber im Grunde wäre ein Bildungsbegriff zum Beispiel eines.

00:10:47: William von Humboldt der hat ja das humanistische Bildungsideal grundgelegt in dem Zuge auch dieses Aufklärungsdenkens Und dort wird das autonome Individuum in den Vordergrund gestellt.

00:11:03: Das heißt, der einzelne Mensch hat die Möglichkeit für sich herauszufinden was er für wahr hält.

00:11:11: Das tut er nicht isoliert.

00:11:12: deswegen betont Humboldt auch das Weltbürgertum.

00:11:15: also es ist ein gebettet und eingebunden im Zusammenhänge in denen wir leben.

00:11:22: aber Ausgangspunkt ist der Einzelne.

00:11:24: Das ist ganz interessant, also der autonome Einzelne, der seine Fähigkeit hat, eine Fähigkeiten hat, seine Überzeugung seiner Haltungen zu finden.

00:11:36: Das zählt man zu dem humanistischen Bildungsideal und das ist insofern interessant weil das erklärt warum unsere westliche Gesellschaft so eine hohe Bedeutung des Individualitätsgedankens hat.

00:11:51: Es gibt ja andere Kulturen, die stellen viel stärker die Gemeinschaft in den Vordergrund und ordnen der Gemeinsschaft das Individuelle unter.

00:12:00: In unserem westlichen Denken dominiert der Ausgangspunkt, dass sich der Einzelne darüber Klarheit zu verschaffen hat was er denkt, was er verantworten kann wie er handeln will und so weiter.

00:12:13: Und deswegen geht es um Haltungen und deswegen hat diese Art zu denken sehr stark die Persönlichkeitsbildung in den Blick genommen jedenfalls von ihrem humanistischen Bildungsideal herkommend.

00:12:27: Das hat sich dann leider hier und dort verschoben, und dann wird es nur noch ökonomisch oder ist nur noch anwendungsorientiert.

00:12:34: Also hat eine gewisse Pragmatik wie man am Arbeitsleben gut teilhaben kann aber eigentliches Idee die Frage nach Haltungen und Selbstverständnissen in der modernen Zeit?

00:12:46: Was ja ganz gut klingt was sind wir auch gewohnt.

00:12:50: diese Art also das ist schon glaube ich Gut, aber das ist eh kurz anklingen lassen.

00:12:55: Hat es auch gefahren dieser Art an das heran zu gehen?

00:12:59: Naja, klar.

00:13:00: Also eine Gefahr ist sicher die Überbetonung des Individualistischen und das dann tatsächlich darüber der Blick auf das Ganze und auf das Miteinander zu stark in den Hintergrund gerät weil der Mensch es ein soziales Wesen und deswegen gibt's ihn nicht ohne den anderen mit dem Anderen so er steht immer im Beziehungen zum anderem Und dass gilt es immer mitzudenken und immer mit zu berücksichtigen.

00:13:27: Und eine psychische Gefahr ist sicher die Macht.

00:13:31: Also das ist die pure Selbstdurchsetzung eigener Überzeugung, zu denen man sich möglicherweise gar nicht mehr Großrechenschaft ablegt sondern einfach sagt ja ich fühle es halt so oder ich sehe das ebenso und dann setzt man sich durch... Ich möchte fast sagen auf Teufel komm raus.

00:13:48: also ohne dass man nachdenkt und sagt womit hat das jetzt noch zu tun?

00:13:54: Stimmt das eigentlich und darf ich

00:13:55: das?

00:13:59: Wenn ich dir oder uns so zuhörere, habe ich das Gefühl die Frage nach dem was Bildung bringen soll.

00:14:05: Nämlich diese Unterscheidung von.

00:14:08: geht es nur darum einen Lebensunterhalt am Ende verdienen zu können meinen Beruf zu lernen?

00:14:13: Oder ist es ein Lernen für das ganze Leben?

00:14:15: Ich glaube es ist ein Lernen für das Ganze Leben!

00:14:19: Ich brich's mal ganz kurz runter wenn ich zum Beispiel schon weiß als Kind... den Bauernhof meiner Eltern übernehmen, wozu sollte ich dann noch Philosophie lernen oder Geschichte?

00:14:34: Oder zu viel Mathe braucht ja keiner.

00:14:38: Was würdest du da antworten?

00:14:40: Das gilt jetzt mit allen anderen Berufen auch.

00:14:42: Ich habe halt jetzt einen rausgenommen.

00:14:44: Ja danke!

00:14:45: Da kursiert im Internet so ein wahnsinnig tolles Video eines kleinen Jungen der nicht versteht warum er Mathematik lernen soll und der Vater erklärt ihm dass das wichtig ist und er sagt, ich will doch Baggerfahrer werden.

00:14:56: Wofür muss sich dann das rechnen?

00:15:00: Was ich da ausrechnen soll?

00:15:01: Und der Vater erklärt ihm mit viel Mühe wie wichtig es ist mal Kubikmeter berechnen zu können um zu wissen was man baggert bis es sich dann irgendwann geschlagen gibt.

00:15:14: Ich weiß nicht genau was wirklich einsieht aber jedenfalls sich dem fügt kann man mal googeln!

00:15:19: Das ist sehr witzig.

00:15:20: Naja, das ist ja vielleicht ein generelles Problem auch der Bildung so wie sie bei uns konstituiert ist dass man zum Teil den Zusammenhang für den Lebensvollzug nicht mehr erkennen kann.

00:15:31: Da haben sich kluge Menschen gedacht was wichtig ist was zum sogenannten Bildungskanon gehört.

00:15:38: Das ist dann das was mein Gemeinhin kennt und in dem man sich gemeinhin auskennt und dadurch als gebildet gilt.

00:15:48: Das sind dann bestimmte Literatur-Themen, Kreise und so weiter zu denen man reflektiert hat in der Schule.

00:15:59: Und wenn man das getan hat, dann hat man einen entsprechenden Bildungshorizont.

00:16:04: Hand zu weisen.

00:16:06: Man muss auch nicht alles immer sofort parat haben, vieles ist dann vorbewusst doch vorhanden und man reflektiert über das Herangehen an Themen, auch wenn sie einem primär gar nicht so ganz nahe liegen.

00:16:21: sehr viel Grundsätzliches und das halte ich eigentlich für eine gute Sache.

00:16:28: Wenn Schule zum Beispiel ein Ort ist der uns dort heran führt Sozialisiert zu werden heißt ja auch nicht nur den eigenen Bedürfnislagen.

00:16:39: oder auch Interessenslagen zu folgen, sondern gezeigt zu bekommen dass die Welt einen größeren Horizont hat.

00:16:45: Also das halte ich schon für ein Auftrag von Bildung uns da an die Hand zu nehmen und zu zeigen in welchem Horizont und Kontext wir stehen und leben.

00:16:55: wenn das natürlich gar nicht mehr wiederzufinden ist in der eigenen Lebenserfahrung, gar nicht angebunden ist daran oder nur ein Verwertungsinteresse für andere hat dann glaube ich es entkoppelt Und dann entspricht das auch nicht mehr übrigens dieser humanistischen Idee von Bildung.

00:17:11: Dann ist das Wissen, ich habe in meinem Erziehungswissenschaftlichen Studium ein Professor gehabt.

00:17:17: der hat immer Information und Erkenntnis unterschieden.

00:17:21: Das hat mir gut gefallen.

00:17:23: wir sind informiert aber wir haben nicht zwingend Erkenntniss gewonnen Und ich habe dann sehr stark meine Art zu unterrichten, wenn ich jetzt eine Psychotherapeutin und Psychotherapeuten oder Beraterinnen- und Beraterausbildung oder sonstige Seminare halte.

00:17:40: Das habe ich reflektiert und ich merke ein Artikel und Aufsetzen kann man doch einfach lesen!

00:17:47: Was ich für wichtig halte, ist wenn wir miteinander im Kreis sitzen und ein Thema miteinander reden.

00:17:55: Dass das da drin zu einem Erkenntnismoment kommt, das scheint mir das Wichtige zu sein weil alles was ich erkannt habe, dass nehme ich mit Und das habe ich in seiner Bedeutung für mich eingeordnet und verstanden.

00:18:06: Das andere weiß ich halt aber es hat existenziell gesehen keinen Anschluss.

00:18:11: Ja deswegen entfaltet es kein Gewicht.

00:18:14: Aber man könnte sagen, es braucht ein bisschen Information grundlegend als Basis damit ich dann die Möglichkeit habe zur Erkenntnis zu kommen.

00:18:24: Unbedingt!

00:18:25: Ja und in der Information geht es um die Bedeutung, die diese Information hat.

00:18:30: also natürlich hat eine Erkenntniss immer einen Inhalt um den es geht und den muss man kennen.

00:18:37: Ja und mit dem muss man sich auseinander gesetzt haben.

00:18:41: Zudem braucht man also entsprechend auch ein Informiertsein, aber über das Informiertsein hinaus wird es immer um eine Einordnung gehen – um eine Bedeutung!

00:18:51: Also etwas Qualitatives noch mal zusätzlich da drin und das gilt es genauso mit zu reflektieren und das wird heute häufig weggelassen und dann glaubt man ist reicht.

00:19:01: wenn ich's dargelegt

00:19:02: habe Die Bildung von Kindern und Jugendlichen ist es nur eine Sache der Schule.

00:19:09: Wenn wir jetzt schon bei dieser Frage sind, ob die Bildung eben nicht nur was ist, was ich brauche um einen Beruf gut zu machen, sondern so ein ganzes Leben... Wo hört Bildung auf?

00:19:19: Wo fängt's an?

00:19:20: Ja im Grunde beginnt das im Elternhaus finde ich.

00:19:23: also dort bekommen Kinder Dinge vermittelt, also Werte vermitteln Haltungen vermittelten auch natürlich wissen vermittelt, dort ist ja der erste Raum wo wir die Welt entdecken und auch gezeigt bekommen.

00:19:41: Und deswegen ist für mich das Elternhaus ein ganz wichtiger Ort.

00:19:45: dann geht es glaube ich weiter im Kindergarten dass eine wichtige Institution in der Bildung etwas verstärkt in einem öffentlichen Raum oder aus einem öffentlicher Raum auf uns hinzukommt über das Elternhaus hinaus in die Welt beginnen zu schauen und dort auch Welt gezeigt bekommen.

00:20:11: Das geht weiter mit der Schule, unter Universität oder den Ausbildungsberufen, die wir Menschen haben.

00:20:20: Ich glaube, dass sind alles Orte, auch eine Gesellschaft vermittelt durch ihre Angebote, die sie hat und gibt uns Bildung.

00:20:31: Museen... Veranstaltungen, vielleicht sogar auch Konzerte.

00:20:37: Wenn Entertainer Stellung nehmen und Position beziehen zum Beispiel gesellschaftlich politisch

00:20:45: usw.,

00:20:46: dann ist das glaube ich oder auch Massenmedien, das sagt ich vorhin also das Fernsehen des Radio usw.. Das glaube ich hat einen ganz wichtigen Einfluss auf das was wir denken wissen und unsere Haltung die wir zu reflektieren

00:21:02: haben.

00:21:03: Das heißt, auch zur Bildung gehört dazu zum Beispiel zu lernen einen Umgang miteinander zu finden.

00:21:09: Das ist ja auch etwas was man gerade in Kindergarten und Schule ja auch glaube ich sehr im Mittelpunkt steht.

00:21:15: wie tue ich das?

00:21:16: sind noch andere Leute?

00:21:17: Wie gehe ich damit um Konflikte?

00:21:19: Wir lösen wir das und so weiter?

00:21:21: gehört es dazu?

00:21:23: Ja, unbedingt.

00:21:25: Wenn ich es etwas weiter sage, würde ich das auch Werte nennen?

00:21:28: Werte zu erkennen gehört zur Bildung und dazu gehören eben andere Menschen die in ihrer Würde und in ihrem Soh sein und Selbstsein zu achten sind.

00:21:40: also wie begegnen wir uns eigentlich auch wenn wir unterschiedliche Interessenslagen haben?

00:21:46: Also man könnte fragen was ist aus einer existenziellen Sicht für Persönlichkeitsbildung jetzt wichtig.

00:21:54: Da würde ich im Sinne dieses Mündigkeitsgedanken, so wie man ihn von der Aufklärung her kennt dort ist er sehr stark vielleicht ins Rationale hineingehoben ja also dass der Mensch ein reflexives Wesen ist das er deshalb die Fähigkeiten hat eigenständig nachdenken zu können über etwas und dass er sein eigenes Urteil finden kann.

00:22:17: Aber wenn wir diese Idee der Mülligkeit ein bisschen weiter erweitern, dann ist das schon auch die Urteilskraft, die ich brauche, die Ich zur Verfügung haben muss um im Leben später zurechtzukommen.

00:22:34: Rüdiger Zafranski über den habe ich mal das Wort existenzielle Urteilskraft gefunden.

00:22:39: Das gefällt mir sehr gut!

00:22:40: Und wir kennen aus der Existenzanalyse heraus, dass wir Stellung zu beziehen haben.

00:22:46: Aber vor dem Bezug einer Stellung muss ich abwägen, muss ein Prozess durchlaufen in den Dingen in ihrer Bedeutung und in ihrer Wertigkeit abgewogen werden sodass sich schlussendlich aus der Wertigkeit die ich am ersten verantworten kann und die am stimmigsten ist im Grunde mein Urteil fällen kann.

00:23:08: Also im Grunde Menschen urteilsfähig zu machen, das halte ich für ein wunderbares Verständnis von dem wie auch Bildung verstehe Ich glaube die einzelnen Inhalte kann man nicht jedem menschen vermitteln ist auch glaube ich nicht nötig weil das muss jeder im laufe seines Lebensweges den er geht immer selbst herausfinden was das inhaltlich ist aber man kann ihn prägen, wie er zu einem solchen Urteil kommt.

00:23:41: Also man kann mit ihm den Weg gehen, wie man einen Urteil findet und das würde ich als Aufgabe zum Beispiel von Schule sehen solche Prozesse anzuleiten.

00:23:51: also ich erinnere mich an meinen Unterricht im Griechischen damals.

00:23:56: dann haben wir immer ersten Teil der Unterrichtsstunde Sätze übersetzt um die Sprache entsprechend zu erlernen.

00:24:07: Und dann haben wir eigentlich im zweiten Teil immer über die Inhalte dessen, was wir dort übersetzt haben diskutiert und gesprochen.

00:24:13: Also über ein Verständnis von, weiß ich nicht, Demokratie oder bestimmte philosophische Themen, die ein Dichter oder einen Philosoph dort geschrieben hat.

00:24:24: Das hat mich geprägt bis heute würde ich sagen diese Sätze nicht einfach nur als Aussagen zu nehmen sondern das Ringen eines Menschen da drinzusehen und zu verstehen, und so eigentlich heute selber durchs Leben zu gehen.

00:24:37: Also was meint das?

00:24:38: Stimmt das für mich?

00:24:40: Sehe ich das auch so?

00:24:41: und so weiter und so fort?

00:24:42: also das fand ich spannend.

00:24:45: Dadurch erinnerst du dich wahrscheinlich auch viel stärker an solche Texte als wenn man sie einfach nur so eins nach dem anderen runter übersetzt und die Karmate klärt.

00:24:56: Und es gehört nach meiner Überzeugung übrigens zu dieser Urteilsfähigkeit auch ein anderer Aspekt nämlich orientiert zu sein, Orientierung zu finden.

00:25:07: Ich glaube wir leben gerade in einer Zeit die ist sehr orientierungslos und deswegen wird Orientierung ins subjektivistische Befinden verlagert also weil man das aus irgendwelchen Gründen für sich so fühlt oder so sieht.

00:25:20: ja und daraus entsteht plötzlich Orientierung.

00:25:24: Und was wir glaube ich alle nicht mehr so kennen, ist dass das sehr normativ gesetzt ist.

00:25:33: Diese Orientierung sich sehr ins Individualistische verlagert.

00:25:38: aber im Grunde müssen wir uns Rechenschaft darüber ablegen aus welchen Haltungen, aus welchem Selbstverständnissen unsere Orientierung eigentlich gefunden wird.

00:25:51: Ja und das halte ich in existenzieller Perspektive für einen ganz entscheidenden Punkt von Bildung.

00:25:57: Und wenn ich das jetzt mit der Existenzanalyse parallelisiere, würde ich sagen die Erziehung zum Finden von Stellungnahmen auf der Basis personaler Werte.

00:26:07: Das wäre für mich so ein ganz entscheidener Schlüssel.

00:26:09: also wie finden Menschen zu den Werten, die für sie eine Gültigkeit haben?

00:26:13: Die sich verantworten können und diese dann auch Mitentschiedenheit und Verantwortungsübernahme leben?

00:26:22: Wie sehr gehört da auch für dich der Umgang mit so Gefühlen, mit Körperwahrnehmungen dazu?

00:26:28: Also ich finde ja das sollte von Anfang an in der Schule mit dabei sein.

00:26:33: Dass wir das Kinder lernen und üben auszudrücken.

00:26:36: Ja jetzt bin ich wütend oder jetzt bin nicht traurig und das ist okay.

00:26:42: und wie können wir damit umgehen und auch ein Miteinander finden?

00:26:45: also auch solche Dinge können für mich viel mehr rein... auch in das Schulsystem.

00:26:53: Was sagst du?

00:26:54: Ja, ich glaube da würde ich folgende Aspekte vielleicht sehen.

00:26:59: Erstens... Ich glaube wir müssen unsere Wahrnehmungszusammenhänge weiten und die Schule ist leider eine Institution geworden und Bildung versteht man häufig so dass was sehr kognitives ist also es läuft alles über den Kopf Und am Schluss trägt man ein gewisses Wissen nach Hause.

00:27:25: Aber ich kenne natürlich sehr viele Lehrerinnen und Lehrer, weil ich auch viel mit ihnen arbeite.

00:27:30: Ich weiß dass vielen das am Herzen liegt, dass Bildung ganzheitlicher verstanden wird Und dass deshalb genau das, was du jetzt anfragst und anmanst im Grunde mehr in den Blick kommt.

00:27:41: Also, dass Emotionen in dem Blick genommen werden ein Erleben in demblick genommen wird und deswegen machen viele von denen heute schon ganz andere, sagen wir mal, ganz anderen Unterricht und es ist viel selbstverständlicher, dass man auch darüber spricht wie's einem gerade geht usw.

00:28:02: Das befinden die Befindlichkeit Und ich würde es vielleicht so sagen, das Erleben dazu mit in den Blick zu nehmen.

00:28:11: Das scheint mir ein ganz wichtiger Punkt zu sein und ich verstehe Erziehung wenn man's jetzt vom Kind her sieht.

00:28:18: Vom kleinen Kind zum immer größer werdenden Kind so.

00:28:21: Das Reifen ja darin besteht dass ich mit Befindlichkeit lerne umzugehen also Befindlichkeit zu verstehen und mit ihr umzugehnen und sie nicht einfach nur weil ich sie in mir trage auszudrücken, wie das ein Kleinkitt tun muss.

00:28:38: Wenn es Hunger hat, schreit es oder wenn es unangenehm ist in den Windeln zu liegen weil die gewickelt werden müssen dann schreiht es ebenfalls oder wennes Begegnungen und Nähe wünscht usw.

00:28:53: Und dann lernen wir mit diesen zum Beispiel Bedürfnissen und dem was uns eigen ist einen immer reiferen Umgang zu finden.

00:29:03: Und dann kommen eben die Werte hinzu, so dass der Mensch nicht nur ein Bedürfniswesen ist sondern auch auf Werte hinaus gerichtet ist.

00:29:12: Die ihm wichtig sind.

00:29:13: und das alles gilt es ja zu erlernen den Umgang damit zu erlernen und das halte ich für den Bildungsauftrag von Schule oder überhaupt von Bildung.

00:29:23: und jetzt noch mal zu deinem Aspekt der Leiblichkeit, das ist etwas sehr entscheidendes nach meinem Dafürhalten dass überhaupt unser gesamtes in der Welt sein nur leiblich zu verstehen ist.

00:29:36: Deswegen ist für mich der Ausdruck der Leibligkeit ja mehr als der Begriff des Körpers, sondern soll sagen dass das Erleben ein ganzheitlichen Charakter hat.

00:29:47: Dass die Emotionen dazu gehören und dass der Körper dazugehört mit seinem Empfinden und Befinnen usw.

00:29:54: Und das habe ich alles in den Blick zu nehmen und deswegen können sich wesentliche Dinge an ganz unterschiedlichen Stellen für mich zeigen.

00:30:01: Die Aufgabe wird dann sein das zu verstehen und sich darin zu verstehen um das, was darin das Wesentliche ist zu greifen und zu erkennen.

00:30:11: Zu

00:30:13: diesem ganzheitlichen Feld mir auch noch ein.

00:30:15: Das habe ich mir irgendwann, als ich schon erwachsen war, gedacht, das ist so schade!

00:30:19: Das habe in der Schule gar nicht mitbekommen wie die Dinge zusammenhängen.

00:30:24: Man lernt, dass man in Geografie irgendwo an einem Ort der Welt ist.

00:30:29: Dann hat man Literatur und Geschichte und wie sich das verbindet.

00:30:34: Zu dem einen Zeitpunkt in der Welt war da und da Krieg.

00:30:37: Und dann hat sich diese Literatur entwickelt oder eben eine gewisse Philosophierichtung, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt – und warum?

00:30:48: Was es für Auswirkungen hat ist ja eigentlich extrem spannend!

00:30:54: Das geht halt sehr verloren.

00:30:56: durch das, wie ich zumindest noch gelernt habe in der Schule.

00:30:59: Jetzt haben wir Mathe und jetzt haben wir Geschichte oder Deutsch.

00:31:02: Und das eine hat sehr wenig mit dem anderen zu tun.

00:31:05: Ich weiß es gibt schon Konzepte die das anders leben.

00:31:08: auch in anderen Schulsystemen und anderen Ländern geht man damit schon anders um.

00:31:11: aber das ist zum Beispiel etwas was ich im Nachhinein sehr vermisst hab diese Verbindungslinien und das größere

00:31:21: Verständnis dadurch.

00:31:22: Das hat vielleicht mit unserem Schulsystem dahingehend zu tun, dass das auf einmal Bildung so in isolierten Paketen gedacht wird.

00:31:32: Also dieses Buch soll jetzt gelesen werden.

00:31:34: über diese Epoche wird gerade nachgedacht und dann gibt es so Lernziele was auf jeden Fall gewusst sein soll usw.

00:31:44: Ja, fehlt dann zum Teil.

00:31:46: Das hängt ja sehr von dem Lehrer der Lehrerin ab oder den Menschen auf die man trifft ob die einem das so zeigen und erklären also die Zusammenhänge da legen oder ob die nur Ergebnisse referieren.

00:31:58: Und ich glaube davon hängt es ab je nachdem an wen man gerät dass das isoliert nebeneinander steht.

00:32:06: Ich habe gerade diesen ganzen systemischen Denken entnehm ich diese Bedeutung, die dort sehr hochgehalten wird.

00:32:16: Dass alles was ist im Zusammenhang steht mit anderem, was dazu führt dass es so wie's ist und das deshalb eine bestimmte Literatur eben unter den Bedingungen ihrer jeweiligen Zeit zu sehen und zu verstehen uns etwas ganz besonderes sichtbar macht.

00:32:39: Ich habe auch eine Weile Theologie studiert und habe dann verschiedene Dogmatiken von berühmten Theologen gelesen, und da habe ich immer nicht verstanden warum der eine das so ausdeutet und der andere das anders ausdeutet bis mir irgendwann klar wurde dass jeder von denen mit einem bestimmten Thema ringt und unter der Fokussierung dieses Themas entwickelt er dann sein Lehrgebäude, indem er etwas ausdeutet oder in Zusammenhänge stellt die ihm wesentlich sind.

00:33:10: Das war mir eine unglaublich wichtige Erkenntnis nicht nur für die Theologie auch später in der Psychologie.

00:33:17: wenn ich dann die verschiedenen Strömungen in der Psykotherapie zum Beispiel mehr anschaue die Schulen da muss man immer sehen mit welchem Thema ringt der Begründer einer Schule um zu verstehen warum er die Akzente so setzt.

00:33:31: Und dann werden auf einmal die verschiedenen Schulen sind da nicht mehr so isoliert, die eine hat Recht und die andere hat nicht recht.

00:33:38: oder wie haben sie denn miteinander Recht?

00:33:41: Sondern man versteht auf einmal den Zusammenhang weil man sieht ach der hat die Brille.

00:33:46: auf und aus der Brille ist ihm folgende Aspekt wichtig Dann sieht man oft dass viele Aspekte mit den unterschiedlichen Brillen jeweils ihre Bedeutung haben.

00:33:55: Ja, und die unterschiedliche Brille kommt ja auch aus einer bestimmten Zeit in der ich lebe unter Umständen usw.

00:34:03: Also gerade Viktor Frankl verstehen wir sehr gut aus seinem Erleben von Krieg, KZ, Gefangenschaftverlust

00:34:12: usw.,

00:34:15: dann die Weiterentwicklung und Veränderung vielleicht seiner Lehre hat wieder etwas damit zu tun.

00:34:19: das wird es wieder eine andere Zeit leben und ich denke das gehört alles mit dazu.

00:34:25: Genau, ganz genau so ist es richtig.

00:34:28: Und dadurch geht vielleicht doch diese Stress verloren.

00:34:30: man muss etwas so oder so machen weil nein ich lebe vielleicht in einem etwas anderen Kontext oder da ist ein anderer Schwerpunkt und da ist jetzt was Neues oder was anderes wichtiger oder essenzieller oder so und dann darf man dann vielleicht auch jeweils das wieder neu für sich verstehen und leben wie's eben da gerade wichtig ist.

00:34:54: Ja, danke.

00:34:55: Das ist nochmal ein sehr interessanter Gedanke denn ich habe gerade nachgedacht was war denn in meiner Erziehung wichtig?

00:35:03: Da musste man anständig sein sich korrekt verhalten einen Diener machen wenn man guten Tag sagt und also bestimmte Normen halt leben die dort üblich waren dann war man ein gutes Kind ja und dann wurde das belohnt bekommt man etwas mehr Taschengeld, weil die Note gut war.

00:35:21: Gut so was gibt es heute auch noch!

00:35:23: Aber wenn ich so überlege in welche Welt werden Kinder heute hineingeboren und was brauchen sie eigentlich für Fähigkeiten?

00:35:31: Dann würde ich sagen meinerzeit ohne dass man damals schon die Zukunft kannte gab es aber ein sehr hohes Maß an Kontinuität und Verlässlichkeit bestimmter Entwicklungen und Abläufe.

00:35:46: Also das war diese Wohlstandsphase, wo nach dem Krieg alles wieder aufgebaut wurde und man sich neu das Leben in einem gewissen Standard erarbeitete.

00:35:58: Heute leben wir in einer Zeit voller Krisen mit einer unglaublichen Unsicherheit und Volatilität.

00:36:05: Und ich würde denken der moderne Mensch heute die Kinder heute müssen quasi zu der Fähigkeit erzogen werden, sich innerhalb dieser Komplexität auch wie die Welt zusammen gerückt

00:36:17: ist

00:36:18: zurechtzufinden nicht in der Ängstlichkeit zu fahren sondern eine Zuversicht zu gewinnen dass ja wir Lösungen finden werden das es weitergehen wird und so weiter.

00:36:30: Und das sind ja andere auch seelische und geistige Voraussetzungen die Menschen heute brauchen als sie Damals im Vordergrund standen, also grundsätzlich sind sowieso Themen die dem Menschen eigen sind.

00:36:43: Aber jede Zeit hat glaube ich da ihrer Herausforderung und da wir in einer Zeit leben, die sehr stark die Individualität betont ist auch die Autonomie für uns eine der höchsten Werte.

00:36:58: das bedeutet aber auch Ich bin in diesen Fragen radikal auf mich zurückgeworfen.

00:37:05: Das ist eine unglaubliche Herausforderung für den Menschen, diese Radikalität auf sich zurückgeworfen zu sein auszuhalten und das nicht zu beklagen.

00:37:19: Wie sehr verbindest du gute Bildung mit auch den Menschen die sie mir geben?

00:37:25: das meine ich sehr oft zu hören, ja der Geschichtelehrer.

00:37:29: Der war so super und er war auch menschlich irgendwie dabei.

00:37:33: Er hat uns gesehen, er hat was mit uns gemacht diskutiert zum Beispiel oder so... Und schon hat das Fach einen ganz anderen Beigeschmack oder merke ich mir natürlich ganz viel mehr als mit, ich erinnere mich an eine Geografie-Lehrerin die kam tatsächlich also Eigentlich immer mit.

00:37:54: so Overhead-Folien gab es damals noch und wir mussten abschreiben.

00:37:58: Viel mehr war da nicht, man kann sich jetzt ungefähr vorstellen wie meine Geografiekenntnisse sind nicht wahnsinnig hoch weil das war einfach furchtbar langweilig und da ist nicht viel passiert außer Folie abschreifen und Stunden wiederholen

00:38:12: oder so

00:38:14: fertig.

00:38:16: Ja, deine Frage enthält mehrere Aspekte finde ich.

00:38:20: Der eine Aspekt ist, ich glaube Lehrer entzünden uns Lehrerin wenn wir ihre eigene Beziehung zum Unterrichtsstoff erkennen können.

00:38:35: Das gilt übrigens nicht nur für Lehrer das gilt auch für Eltern und alle Menschen die vielleicht einen Bildungseinfluss haben auf uns.

00:38:43: Also ich glaube, wir nehmen Menschen ernst auch als Erwachsene.

00:38:48: Ich höre einem Referenten anders zu wenn ich den Eindruck habe der redet von etwas oder die redet vom Etwas das irgendwie einen persönlichen Bezug hat und Ich finde, dass nicht jeder sein persönlichstes an dieser Stelle oder seinen Intimstes dem anderen zeigen muss.

00:39:07: Aber ich spüre die Bedeutungsschwere, die etwas hat und gerade bei Menschen, die ich schätze, nehme mich das sehr ernst wenn sie mir von etwas erzählen, dass nach ihrer Einschätzung eine Bedeitung hat.

00:39:23: Und diese Bedealtung versuche ich zu verstehen.

00:39:26: Verstehst du?

00:39:27: Nicht vielleicht... Was ich dann persönlich an Überzeugung habe, mag da noch mal inhaltlich dahingestellt sein.

00:39:36: Aber das Ernst zu nehmen.

00:39:40: Insofern glaube ich es ist ein wichtiger Faktor jeglicher Bildung ob derjenige, der diesen Bildungsprozess begleitet und anleitet selbst von etwas überzeugt ist.

00:39:54: Das vermittelt sich.

00:39:55: Das ist das eine.

00:39:57: Das zweite ist Mit welcher Haltung begegnet er den Menschen, die diese Bildung zu erfahren haben?

00:40:05: Und da kennen wir die grundlegenden psychologischen Themen und auch existenziellen Themen wie wir sie in der Existenzanalyse beispielsweise lehren.

00:40:14: als Halterfahrung, Verbundenheitserfahrung selbst sein Erfahrung und Sinn.

00:40:19: Und diese vier Elemente die müssen quasi in einem guten pädagogischen Geschehen gegeben seien damit es dem menschengemäß erfolgt.

00:40:30: also wenn jemand mich sieht In meinem so sein und in meiner Beteiligung in meinem Engagement und ich bekomme das zurückgespiegelt Mensch du bist da ganz wach dabei oder du versuchst dich sehr damit auseinanderzusetzen, dann fühlen wir uns halt gesehen.

00:40:47: Und dadurch ein Pädagoge holt uns dort ab wo wir stehen.

00:40:51: und damit komme ich zum dritten Punkt was deine Lehrerin die Du jetzt gerade zitierst in der Geografie ja gar nicht gemacht hat.

00:41:00: und deswegen würde ich sagen es keine Pädagogin Ja, das ist vielleicht jemand der viel weiß und einfach weitergibt in einer bestimmten Weise.

00:41:08: Aber eine Pädagogin ist doch jemand, der oder dem es am Herzen liegt den anderen zu sehen und ihm zu ermöglichen einen nächsten weiteren Schritt zu gehen.

00:41:25: Und da is jeder Mensch anders?

00:41:27: Deswegen hab ich großen Respekt vor allen die diesen Beruf haben weil sie unglaublich individuell auf den Einzelnen einzugehen haben.

00:41:38: Deswegen ist ein Wissenschaftler nicht zwingend ein Pädagoge und der kann vielleicht viele Dinge sehr gut darlegen, aber es ist nicht unbedingt für dem pädagogischen Beruf geeignet.

00:41:51: Und Pädagogen zu sein heißt wie erkenne ich was du brauchst um diesen Unterrichtsgegenstand zu dir nehmen zu können?

00:42:00: Und

00:42:03: natürlich geht es auch über den Unterrichtsgegenstand hinaus, oder?

00:42:06: Es ist ja immer dieses Lernen am Vorbild.

00:42:08: Ich denke mir, wenn ich vielleicht vom Geschichte Lehrer gelernt habe wie man gut Konflikte lösen kann und von der Biologie-Lehrerin selbst wertbekommen hat weil sie ermutigt hat keine Ahnung coolere Berate zu machen oder so und selber was ausgestrahlt hat, was kräftig ist und so weiter.

00:42:28: Und ich mir das abgeschaut habe weil ich die cool fand zum Beispiel na dann ist auch schon gut.

00:42:33: oder

00:42:34: ja das wäre so die Vorbildfunktion auch die dann Menschen haben können dass sich bei denen was beobachte das erstrebenswert ist.

00:42:46: Also wir sehen schon, das geht in ganz viele Bereiche rein und es geht natürlich weit über das hinaus was Schule ist.

00:42:52: Weil wir dann weiter lernen und uns informieren und Sachen hören wie du sagst in Medien zum Beispiel oder wir entscheiden auch seinen Kurs zu machen Volkshochschule oder eine zusätzliche weiterführende Ausbildung oder so.

00:43:06: oder ja wir lesen etwas.

00:43:10: Der Alf sagt noch, er unterscheidet auch die beiden Worte Lernen und Bildung.

00:43:15: Das setzt er nicht gleich?

00:43:17: Wie siehst du das so dann?

00:43:18: Ja, dass würde ich parallelisieren mit dem was wir eben schon besprochen haben Mit Information und Erkenntnis.

00:43:24: Wenn man lernen als mehr das informiert sein sieht Und das bietet uns heute ja das Internet Die KI macht es dann von selber noch zu einem schönen Vortrag oder zu einem schönen Artikel, den wir dann einreichen können als Arbeit.

00:43:39: Dann ist das vielleicht gelernt also im besten Falle noch gelernt.

00:43:43: Im schlechtesten Fall gar nicht gelernt sondern nur abgeliefert.

00:43:48: ja aber das ist eben noch nicht Bildung.

00:43:50: und Bildung ist glaube ich wenn das was ich lerne noch in einen größeren Horizont hineingestellt wird der mit Haltungen zu tun hat.

00:44:00: Der mit Selbstverständnissen zu tun.

00:44:03: Und ja, das ist glaube ich das was wir brauchen in dieser Welt weil die Welt ja durch uns gestaltet wird.

00:44:13: Immer neu immer neu und nie zu Ende ist!

00:44:17: Und wie er immer nur miteinander eigentlich in einem permanenten Diskursprozess stehen wo wir um das regnen was gelten soll Und dazu braucht es doch Haltungen, die wir haben.

00:44:28: Für mich ist zum Beispiel der Respekt vor dieser Möglichkeit dass Menschen die Freiheit haben dürfen ihre Haltung finden zu können.

00:44:37: Der ist essentiell für mich in einer demokratischen Kultur Und so müssten wir auch über die Werte miteinander nachdenken, die für uns essenziellen Charakter haben hinter, die wir nicht zurücktreten wollen.

00:44:52: Weil dann weiß man auch in welchen Szenen man sich besser nicht aufhält wo diese Werte nämlich nicht geachtet werden.

00:45:01: und deswegen hat das sehr für mich zu tun.

00:45:04: also gute Bildung mit der Frage Nachhaltungen und Selbstverständnissen Ja und die Haltung ist manchmal nicht das gleiche wie der Inhalt.

00:45:16: Die Haltung heißt ja vielleicht auch dem anderen mit Respekt und Achtung zu begegnen, auch wenn eine Inhalte vertritt, die ich nur bedingt teile.

00:45:28: Aber vielleicht müssen wir noch oder macht es Sinn auch, über einen Aspekt zu reden, den wir bisher noch weniger hatten und in dem Beitrag von dem Allfertig den Eindruck dass er das auch angefragt hat.

00:45:38: Nämlich wie kommt das eigentlich?

00:45:40: Dass man aus einem bestimmten Hintergrund kommt und der eine bescheidet sich da drin und sagt so ist jetzt okay So bleibe ich, dabei bleibe und der andere geht weiter.

00:45:51: Obwohl er gar nicht unbedingt so wahnsinnig von anderen angeregt wird sich sondern sich diese Anregung selber sucht.

00:46:00: Das ist eine spannende Frage.

00:46:02: Ich weiß gar nicht ob es dazu eine abschließende Antwort gibt aber ich würde erst mal ganz grundsätzlich sagen Der Mensch ist ein Wesen das interessiert ist.

00:46:13: Es gehört zum Menschen sein Interesse zu haben Also etwas zu wollen, ich finde das zeigen uns Kinder schon.

00:46:23: Ja und deswegen glaube ich ist Bildung auch dass es Menschen um uns herum gibt die sehen wo wir interessiert sind und uns darin fordern so dass wir uns nicht gegen sie durchsetzen müssen sondern auch noch durch sie gefördert werden.

00:46:41: also in meiner psychotherapeutischen arbeit habe ich Unglaublich beeindruckende Beispiele gehört, wie Menschen in sehr kärglichen Bedingungen groß geworden sind und manchmal gegen den Widerstand der Eltern sich Bücher beschafft haben um sie zu lesen.

00:46:58: Und weil sie es spannend fanden Geschichten zu lesern und zu entdecken und später immer mehr Wissen zu erwerben.

00:47:05: ja und das glaube ich geht nur, wenn man wahrnimmt, dass man Interesse hat und zeigt.

00:47:12: Und dass man versteht das Leben ist mehr als das was ich hier gerade erlebe um der Fahrer.

00:47:19: Das Beispiel zeigt aber auch es macht mir ein bisschen sozusagen Hoffnung weil ich denke mir Wenn es ein größeres Interesse gibt dann schafft es sich irgendwie auch Bahn oder so auch wenn das jetzt von außen nicht gefördert ist Was absolut toll wäre und wichtig wäre.

00:47:35: Aber wenn's so richtig sein soll dann offenbar schlägt sich da was durch.

00:47:42: Also der Otto Friedrich Bolno, ein berühmter Existenzphilosoph und existenzieller Pädagoge hat unter dieser Idee des existenziellen die Krise- und Begegnung als zwei wichtige Merkmale der Pädagogik beschrieben.

00:48:00: Die Krise deshalb weil sie uns sich in den Weg stellt mit etwas Unabänderlichem, an dem wir uns neu zu finden haben.

00:48:10: Und die uns deshalb zu Einsichten führt weil sie uns herausfordert diese neuen Einsichten zu gewinnen.

00:48:17: und deswegen sagt sie die Krise ist ein wichtiges Moment auch in der Erziehung und wir sollten der Lernen der Krise zu begegnen um da um an ihr zu reifen.

00:48:30: Und darin ist dann schon der zweite Begriff enthalten, nämlich die Begegnung.

00:48:34: Dass Erziehung immer auch in ein Begegendungsgeschehen eingebettet ist.

00:48:39: und Begegenung heißt ja auch da steht mir jemand Gegenüber und er fordert mich heraus.

00:48:45: also im Begegnung ist ja auch das Wort Gegend drin.

00:48:48: Ja und durch das Gegenüber sein weil er einem ganz anders ist bin ich heraus gefordert Stellung zu beziehen, mich zu finden und zu gucken.

00:48:58: stimmt das denn so für mich?

00:48:59: Und will ich eigentlich so weitermachen.

00:49:03: Ja und dadurch glaube ich reifen wir und entwickeln uns.

00:49:07: also das finde ich aus existenzieller Perspektive zwei wunderbare Gedanken die das ganze nicht nur ins Problem heben sondern sogar zur einer Bedingungen im Erziehungsgeschehen

00:49:19: machen.

00:49:22: vielleicht abschließend Du hast vorher schön gesagt, dass wir ja Welt gestalten und ich hatte mir auch da schon gedacht also das Wort

00:49:32: Bildung

00:49:33: hat ja was mit Formen zu tun.

00:49:35: Ich bilde etwas, ich gebe eine Sache Gestalt oder?

00:49:38: Also es ist vielleicht etwas, was zum Teil an mir passiert.

00:49:41: in den ersten Jahren und dann später auch durch mein Gebildet sein kann ich auch selber wieder gestalten.

00:49:48: Und je mehr desto mehr würde ich mal sagen Diese Möglichkeit von... Genau.

00:49:55: Im Grunde fasst es wunderbar zusammen.

00:49:58: jetzt, also wenn aus einer existenziellen Perspektive das Wesen des Menschen darin besteht Gestalter seines eigenen Lebens sein zu können aber auch zu müssen ja so dass heißt wir stehen in der Freiheit unser Leben gestalten zu dürfen dann ist das eine unglaubliche Chance und Möglichkeit.

00:50:21: Dazu brauchen wir aber Voraussetzungen und Bedingungen.

00:50:26: Darüber könnte man jetzt noch länger reden, also man muss sich wahrnehmen können, man muss einen guten Zugang zur eigene Emotionalität haben... Man muss sich sich vergewissern können ob es legitim ist was man da vertritt und man braucht eine gewisse Autakie um handeln zu können, das wären so für mich vier wesentliche Elemente die es braucht um diesen Gestaltungsweg gut gehen zu können.

00:50:54: Das wären also für mich aus existenzieller Sicht Entwicklungsziele eine gute Bildung und dann glaube ich habe ich die Möglichkeit Ja, in dieser Welt mich bewähren zu können und darin meinen eigenen Weg im Miteinander mit anderen gehen und finden zu

00:51:15: können.

00:51:17: Insofern plädieren wir für ein lebenslanges Lernen oder?

00:51:21: Richtig!

00:51:22: Genau und eine Ermutigung dazu.

00:51:24: und es ist klar das Schule natürlich nicht all das bieten kann und dass von deren auch sehr viel verlangt wird was vielleicht doch manchmal utopisch ist.

00:51:33: Was ich schön finde.

00:51:34: also Ich würde sagen wir enden hier und sprechen nicht mehr über unser Bildungssystem, weil das kenne ich aus meinem privaten Unfall.

00:51:40: Das kann man stundenlang machen.

00:51:43: Und da hat auch jeder sein der tollen Ideen dazu.

00:51:46: Und dann fragt sich manchmal... Also ich kenn selten Leute die zufrieden sind mit dem Bildungs-System und nie und nimmer und trotzdem ändert sich so wenig.

00:51:54: Aber gut, das ist wie gesagt lasst mal.

00:51:56: jetzt aber was ich vielleicht schon gerne noch sagen wollen würde, was ich schön finde wäre wenn der Beruf Kindergartenpädagogen und Pädagoginnen, Lehrer und Lehrerinnen einfach noch mehr aufgewertet werden würde.

00:52:09: Und ich glaube auch in Ländern wie Schweden oder Norwegen oder so haben die auch ein viel größeres Standing in der Gesellschaft.

00:52:16: wenn wir an das denken was wir da jetzt besprochen haben wie wertvoll das ist was man auch eben gerade in der Schule im Kindergatten zusätzlich zum Elternhaus usw.

00:52:26: erlebt und was damit gegeben werden kann glaub ich kann dieser Beruf nicht groß genug wertgeschätzt werden.

00:52:35: Ja, das kann ich absolut unterschreiben was du sagst und in meinen Weiterbildung bekomme ich so viele engagierte Pädagoginnen und Pädagogen mit die wirklich tief fragen und von Herzen her dem Menschen gerecht werden wollen ihn gut sehen wollen begeistert auch darüber, wie heute der Weg zu dem jungen Menschen in einer ganz anderen Sensibilität und Offenheit und Achtsamkeit versucht wird zu finden.

00:53:09: Und darin im Grunde die Bildung einzubetten.

00:53:12: also ich glaube das ist was völlig anderes wo wir heute stehen und es erfordert großes Geschick und von uns allen eine Hochwürdigung dieser

00:53:22: Arbeit.

00:53:23: Genau, also danke an alle die das tun.

00:53:25: Danke auch an den ALF für seinen Lehrer und aber auch für seine Frage für die heutige Folge.

00:53:32: Wenn auch ihr uns eine Anregung geben wollt für ein Thema sehr gerne.

00:53:36: Christoph ist hier zuständig für die E-Mail Adresse.

00:53:39: bitte sehr

00:53:40: Das mache ich gerne wenn ihr uns schreiben mögt mit einem Themenvorschlag oder auch mit dem Kommentar und einem Eindruck zu dem was wir hier tun und sprechen.

00:53:49: Post etfragen-des-menschseins.de.

00:53:57: Okay, Bildungsauftrag erledigt!

00:54:01: Danke schön!

00:54:03: Ja danke für den Austausch Christoph und dir noch einen schönen Tag heute!

00:54:07: Ja, danke dir Veronica und tschüss an alle!

00:54:10: Bis bald,

00:56:36: tschüß!

Über diesen Podcast

Der Podcast „Fragen des Menschseins” beschäftigt sich mit den existenziellen Themen, die uns Menschen bewegen. Was gehört zu einem guten Leben? Wie können wir mit äußeren und inneren Bedingungen, in die wir eingebettet sind, umgehen? Und was braucht es, um unser Leben selbstbestimmt und sinnerfüllt zu gestalten? Der Existenzanalytiker und Psychotherapeut Dr. Christoph Kolbe, Hannover, tauscht sich in den ersten 13 Folgen dazu mit der evangelischen Theologin, Moderatorin sowie Autorin Annette Behnken aus. In den darauffolgenden Podcastfolgen ist die Redakteurin Veronika Bonelli, Wien, seine Gesprächspartnerin. Einmal im Monat widmen sie sich einer konkreten Frage. Über Anregungen, Rückmeldungen und Themenwünsche freuen sie sich. Kontakt: veronika.bonelli@icloud.com

von und mit C. Kolbe, V. Bonelli

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